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Glossar

Periskopkamera

Eine Periskopkamera lenkt das Licht mit einem Prisma um 90 Grad um, damit die lange Optik eines starken Teleobjektivs quer ins flache Smartphone passt.
Kurz erklärt

Für einen starken optischen Zoom braucht ein Objektiv eine lange Brennweite, also viel Abstand zwischen Linsen und Sensor. In ein wenige Millimeter dünnes Smartphone passt das nicht. Die Lösung ist eine Periskopkamera: Ein Prisma oder Spiegel hinter dem Kamerafenster lenkt das Licht zur Seite, und die Linsen liegen quer im Gehäuse. So entsteht ein Teleobjektiv mit fünffachem oder sogar zehnfachem optischen Zoom.

PrinzipLicht wird per Prisma umgelenkt
Typischer Zoom3- bis 10-fach optisch
ErkennbarOft quadratisches Kamerafenster
Bekannte GeräteGalaxy Ultra, Pixel Pro, iPhone Pro Max und andere

Wie eine Periskopkamera aufgebaut ist

Das Licht fällt durch das Kameraglas auf ein Prisma, das es um 90 Grad umlenkt. Danach durchläuft es eine Reihe von Linsen, die horizontal im Gerät liegen, und trifft am Ende auf den Bildsensor. Die gesamte Einheit ist deutlich länger als ein normales Kameramodul und nimmt einen spürbaren Teil der Gehäusebreite ein. Apple nutzt beim iPhone 15 Pro Max und späteren Pro-Modellen eine Variante, bei der das Licht mehrfach im Prisma reflektiert wird, um noch mehr Länge auf kleinem Raum zu gewinnen.

Huawei brachte 2019 mit dem P30 Pro eines der ersten Smartphones mit Periskopkamera auf den Markt. Samsung folgte mit der Ultra-Reihe. Inzwischen haben viele Oberklasse-Geräte eine solche Kamera.

Stärken und Grenzen

Echter Zoom

Fern liegende Motive werden ohne Qualitätsverlust herangeholt.

Porträts

Lange Brennweiten erzeugen eine natürliche Perspektive.

Wenig Licht

Kleinere Sensoren und lichtschwächere Optik bedeuten mehr Rauschen bei Dunkelheit.

Empfindlich

Prisma und lange Linsenführung reagieren empfindlich auf Stürze.

Bei schwachem Licht schaltet das Smartphone im Zoom-Modus oft automatisch auf die Hauptkamera um und vergrößert digital. Das Ergebnis ist dann rauschärmer, aber weniger detailreich. Das ist kein Fehler, sondern eine bewusste Entscheidung der Software.

Typische Defekte

ProblemMögliche Ursache
Zoom-Bilder unscharf, Hauptkamera scharfPrisma oder Linsen verschoben, Autofokus defekt
Schwarzes Bild nur im TelemodusModul oder Flexkabel der Periskopkamera
Wackelndes Bild im ZoomStabilisierung der Telekamera beschädigt
Flecken nur im ZoomStaub im Modul oder Schaden am Kameraglas

Weil die Periskopkamera eine eigene Einheit ist, lässt sie sich unabhängig von den anderen Kameras tauschen. Prüfe vorher, ob das Kameraglas über dem Teleobjektiv intakt ist. Ein feiner Riss dort wirkt sich beim Zoomen besonders stark aus.

Selbst testen

Fotografiere ein entferntes Schild mit 1-fach, 3-fach und 5-fach. Ist nur das stärkste Zoom-Bild unscharf oder dunkel, liegt das Problem bei der Periskopkamera.

Häufige Fragen

Hat mein Handy eine Periskopkamera?

Wenn es einen optischen Zoom von etwa 5-fach oder mehr hat, sehr wahrscheinlich.

Was ist besser, Periskop oder normales Tele?

Periskopkameras schaffen mehr Zoom, normale Teleobjektive sind oft lichtstärker.

Kann man die Periskopkamera einzeln tauschen?

Ja, sie ist ein eigenes Modul.

Warum ist das Zoom-Bild nachts schlechter?

Der kleinere Sensor bekommt weniger Licht. Oft springt die Software dann auf die Hauptkamera.

Ist 100-fach-Zoom echt?

Nein, nur der Teil bis zum optischen Zoom ist optisch. Darüber wird digital vergrößert.

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