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Glossar

Backup

Ein Backup ist eine Sicherheitskopie deiner Daten. Geht dein Gerät kaputt, verloren oder muss zurückgesetzt werden, kannst du Fotos, Chats und Einstellungen daraus wiederherstellen.
Kurz erklärt

Ein Backup ist eine Kopie deiner Daten an einem zweiten Ort, etwa in der Cloud oder auf deinem Computer. Fällt das Handy ins Wasser, wird gestohlen oder startet nicht mehr, sind die Daten dort weiterhin vorhanden. Ohne Backup hängt alles an einem einzigen Gerät.

DeutschDatensicherung
ArtenCloud, Computer, externe Festplatte
HäufigkeitAm besten automatisch, täglich
Faustregel3-2-1-Regel

Warum ein Backup so wichtig ist

Smartphones speichern heute einen großen Teil unseres Lebens: Fotos von Kindern und Reisen, Chats, Dokumente, Passwörter, Zugänge zum Online-Banking. Gleichzeitig sind die Daten auf dem Gerät verschlüsselt und fest mit dem Prozessor verbunden. Wenn das Gerät nicht mehr startet, gibt es keinen einfachen Weg, sie anders herauszuholen.

Viele merken erst bei einem Defekt, dass ihr letztes Backup Monate alt ist oder gar keins existiert. Dann bleibt nur, das Gerät wieder zum Laufen zu bringen, etwa durch eine Platinenreparatur. Das klappt oft, aber nicht immer. Ein aktuelles Backup nimmt dir diesen Druck.

Backup-Arten im Vergleich

ArtVorteileNachteile
Cloud-BackupAutomatisch, auch unterwegs, geschützt bei DiebstahlSpeicherplatz kostet oft Geld, braucht Internet
Backup am ComputerKostenlos, vollständig, schnell wiederherstellbarMuss regelmäßig gemacht werden
Externe FestplatteUnabhängig von AnbieternKann selbst kaputtgehen oder verloren gehen
Foto-DiensteBequem für Bilder und VideosSichern nur einen Teil der Daten

Die 3-2-1-Regel

  1. 3 Kopien. Deine Originaldaten und zwei Sicherungen.
  2. 2 verschiedene Speicher. Zum Beispiel Cloud und Computer oder externe Festplatte.
  3. 1 Kopie außer Haus. Etwa in der Cloud, damit bei Brand oder Einbruch nicht alles weg ist.

Für die meisten reicht im Alltag: automatisches Cloud-Backup plus gelegentlich ein Backup am Computer.

So machst du ein Backup beim iPhone

  • iCloud: Einstellungen › dein Name › iCloud › iCloud-Backup aktivieren. Das iPhone sichert sich dann automatisch, wenn es gesperrt, im WLAN und am Ladegerät ist.
  • Mac: iPhone per Kabel verbinden, im Finder auswählen und „Jetzt sichern“ klicken.
  • Windows: Mit der Apple Geräte-App oder iTunes sichern.

Tipp

Aktiviere bei Backups am Computer „Lokales Backup verschlüsseln“. Nur dann werden auch Passwörter, Gesundheitsdaten und WLAN-Zugänge gesichert.

So machst du ein Backup bei Android

  • Google: Einstellungen › Google › Sicherung. Gesichert werden Apps, Kontakte, Einstellungen, SMS und mit Google Fotos auch Bilder.
  • Samsung: Zusätzlich über Samsung Cloud oder Smart Switch auf den Computer.
  • WhatsApp: Chats werden separat gesichert, unter Einstellungen › Chats › Chat-Backup.

Backup vor einer Reparatur

Vor jeder Reparatur solltest du ein aktuelles Backup machen, sofern das Gerät noch startet. Bei den meisten Reparaturen wie Display- oder Akkutausch bleiben die Daten zwar erhalten, eine Garantie dafür kann aber niemand geben. Bei einem Wasserschaden oder Platinenfehler ist ein Backup besonders wertvoll, weil sich der Zustand jederzeit verschlechtern kann.

Typische Backup-Fehler

  • Speicher voll: Das Backup bricht still ab, und die letzte Sicherung ist Wochen alt.
  • Nur Fotos gesichert: Google Fotos oder iCloud-Fotos ersetzen kein vollständiges Backup.
  • Passwort vergessen: Ohne Zugang zu deinem Konto oder zum Passwort eines verschlüsselten Backups kommst du nicht an die Daten. Schütze dein Konto mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und bewahre die Zugangsdaten sicher auf.
  • Nie getestet: Schau ab und zu nach, ob sich einzelne Dateien wirklich wiederherstellen lassen.

Wenn kein Backup existiert und das Gerät nicht mehr startet, ist eine Reparatur der Platine oft der einzige Weg zu den Daten. Bei modernen Smartphones sind die Daten fest an den Prozessor gebunden. Ein einfaches Auslesen des Speicherchips, wie es früher manchmal möglich war, funktioniert deshalb in der Regel nicht mehr.

Was in ein Backup gehört

Nicht alle Daten sind gleich wichtig. Apps kannst du jederzeit neu laden, Fotos von der Hochzeit oder die Steuerunterlagen des letzten Jahres dagegen nicht. Überlege dir deshalb, welche Daten unersetzlich sind, und sorge dafür, dass genau diese mehrfach gesichert sind.

  • Fotos und Videos
  • Dokumente, Verträge, Rechnungen und Steuerunterlagen
  • Kontakte, Kalender und Notizen
  • Chatverläufe, etwa aus WhatsApp oder Signal
  • Passwörter und Zugänge zur Zwei-Faktor-Anmeldung
  • Projektdateien aus Beruf, Studium oder Hobby

Besonders oft vergessen werden die Zugänge zur Zwei-Faktor-Anmeldung. Wer eine Authenticator-App nutzt und das Handy verliert, kommt ohne Sicherung der Codes oder Wiederherstellungsschlüssel unter Umständen nicht mehr an seine Konten.

Backup am Mac und unter Windows

Am Mac ist Time Machine die einfachste Lösung. Du schließt eine externe Festplatte oder SSD an und wählst sie in den Systemeinstellungen als Backup-Volume aus. Time Machine sichert dann automatisch stündlich, behält stündliche Sicherungen für einen Tag, tägliche für einen Monat und wöchentliche, solange Platz ist. So kannst du auch ältere Versionen einzelner Dateien zurückholen.

Unter Windows gibt es den Dateiversionsverlauf, der Ordner wie Dokumente und Bilder regelmäßig auf ein externes Laufwerk kopiert. Für ein vollständiges Abbild des Systems eignen sich Programme der Laufwerkshersteller oder bekannte Backup-Programme. Wer OneDrive nutzt, sollte wissen: Die Synchronisation ersetzt kein echtes Backup, denn gelöschte oder verschlüsselte Dateien werden ebenfalls synchronisiert.

SystemIntegrierte LösungWas gesichert wird
macOSTime MachineDas ganze System inklusive Programmen und Einstellungen
WindowsDateiversionsverlaufAusgewählte Ordner mit Versionen
WindowsWindows-SicherungEinstellungen, Apps und Dateien über das Microsoft-Konto

Schutz vor Erpressungssoftware

Erpressungssoftware, auch Ransomware genannt, verschlüsselt alle Dateien, die sie erreicht, und fordert ein Lösegeld. Ist dein Backup-Laufwerk ständig angeschlossen, wird es oft gleich mitverschlüsselt. Deshalb ist es wichtig, mindestens eine Kopie getrennt vom Computer aufzubewahren.

Schließe das externe Backup-Laufwerk nur für die Sicherung an und trenne es danach wieder. Viele Cloud-Dienste bieten außerdem einen Versionsverlauf, mit dem sich ältere, unverschlüsselte Fassungen von Dateien wiederherstellen lassen. Prüfe, wie lange dein Anbieter diese Versionen aufbewahrt.

Backups testen

Ein Backup ist nur so gut wie die Wiederherstellung. Viele merken erst im Ernstfall, dass die Sicherung seit Monaten nicht mehr gelaufen ist oder wichtige Ordner fehlen. Plane deshalb regelmäßig einen kleinen Test ein.

  1. Datum prüfen. Wann lief die letzte erfolgreiche Sicherung?
  2. Stichprobe ziehen. Ein paar Dateien aus dem Backup wiederherstellen und öffnen.
  3. Umfang kontrollieren. Sind alle wichtigen Ordner und Fotos enthalten?
  4. Speicherplatz prüfen. Ist auf dem Backup-Ziel noch genug Platz für neue Sicherungen?

Ein guter Rhythmus ist ein kurzer Test alle drei Monate. Nach dem Wechsel auf ein neues Gerät oder ein großes Systemupdate solltest du zusätzlich prüfen, ob das Backup noch wie gewohnt läuft.

Wenn das Gerät ohne Backup kaputt ist

Ist dein Smartphone oder Laptop defekt und es gibt kein aktuelles Backup, ist das noch kein Grund zur Panik. In vielen Fällen lässt sich das Gerät so weit reparieren, dass es noch einmal startet. Dann kannst du die Daten sichern, bevor weitere Reparaturen folgen.

Bei Smartphones mit verschlüsseltem Speicher ist das oft der einzige Weg. Der Speicherchip allein lässt sich nicht einfach auslesen, weil der Schlüssel an den Hauptprozessor gebunden ist. Deshalb setzen wir bei solchen Fällen auf die Reparatur der Platine, etwa durch Mikrolöten. Schalte ein Gerät nach einem Wasserschaden nicht immer wieder ein, um nach den Daten zu sehen. Jeder Versuch kann den Schaden vergrößern.

Wichtig

Je früher du ein Gerät mit wichtigen Daten zu uns bringst, desto besser sind die Chancen. Auch wenn es nicht mehr angeht.

Wo deine Daten tatsächlich liegen

Viele Menschen glauben, ihre Daten seien in der Cloud gesichert, und stellen erst beim Gerätewechsel fest, dass etwas fehlt. Der Grund: Manche Apps speichern Daten nur lokal auf dem Gerät. Kontakte können zum Beispiel im Google-Konto, in iCloud, bei einem E-Mail-Anbieter oder nur auf dem Telefon gespeichert sein.

Prüfe in den Einstellungen deiner Kontakte-App, welches Konto als Standard eingestellt ist. Sieh dir auch an, ob deine Notizen in iCloud, in Google Keep oder nur lokal gespeichert sind. Bei Messengern lohnt ein Blick in die Backup-Einstellungen der jeweiligen App.

Wie oft du sichern solltest

Wie oft ein Backup nötig ist, hängt davon ab, wie viel du in einer bestimmten Zeit verlieren könntest. Wer täglich am Laptop arbeitet, sollte täglich sichern. Für ein privates Smartphone reicht oft die automatische nächtliche Sicherung in die Cloud. Zusätzlich ist es sinnvoll, einmal im Monat eine Kopie der Fotos auf ein externes Laufwerk zu ziehen.

Gerät oder DatenEmpfohlener Rhythmus
SmartphoneTäglich automatisch in die Cloud
ArbeitslaptopTäglich, zum Beispiel mit Time Machine
FotoarchivMonatlich auf ein externes Laufwerk
Wichtige DokumenteBei jeder Änderung über einen Cloud-Ordner

Am wichtigsten ist, dass das Backup automatisch läuft. Eine Sicherung, an die du jedes Mal denken musst, wird früher oder später vergessen.

Prüfe die Automatik trotzdem gelegentlich. Updates, volle Speicher oder abgelaufene Abos können eine Sicherung unbemerkt stoppen. Beim iPhone siehst du das Datum der letzten Sicherung in den iCloud-Einstellungen, bei Android in den Google-Einstellungen unter Sicherung.

Ein kurzer Blick einmal im Monat genügt.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich ein Backup machen?

Am besten automatisch und täglich. Cloud-Backups erledigen das von selbst.

Sind WhatsApp-Chats im iCloud-Backup enthalten?

Nicht automatisch. WhatsApp hat ein eigenes Backup, das du in der App einstellen musst.

Reicht der kostenlose Speicher?

Bei iCloud gibt es 5 GB, bei Google 15 GB. Für Fotos reicht das meist nicht, dann braucht es mehr Speicher oder ein Backup am Computer.

Kann ich ein Backup von einem kaputten Handy machen?

Nur, wenn es noch startet und sich verbinden lässt. Sonst muss es erst repariert werden.

Sind Backups sicher?

Cloud-Backups sind verschlüsselt. Mit Zwei-Faktor-Authentifizierung sind sie gut geschützt.

Kann ich ein iPhone-Backup auf ein Android-Handy übertragen?

Nicht direkt. Für den Wechsel gibt es eigene Umzugs-Apps der Hersteller.

Inhalt

Dein Gerät macht Probleme?

Schreib mir kurz per WhatsApp oder über das Formular, was passiert ist. Ich komme in München und Umland zu dir.

Per WhatsApp schreibenZum Kontaktformularinfo@saveyourhandy.de

Handy, Tablet oder Laptop kaputt? Ich komme zu dir.

Schreib mir per WhatsApp, per Mail oder über das Kontaktformular, gern mit Foto vom Schaden, falls möglich. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, und ich repariere dein Gerät, wenn möglich, direkt bei dir vor Ort.

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