„Wo ist?“ ist Apples App und Dienst zum Orten von Geräten, Gegenständen und Personen. Damit findest du ein verlorenes iPhone, iPad, einen Mac, die Apple Watch, AirPods oder ein AirTag. Der Dienst ist mit deinem Apple Account verknüpft und aktiviert automatisch die Aktivierungssperre. Ein gestohlenes Gerät lässt sich dadurch nicht einfach zurücksetzen und weiterverkaufen.
Was „Wo ist?“ kann
Orten
Gerät auf der Karte anzeigen.
Ton abspielen
Gerät in der Nähe akustisch finden.
Als verloren markieren
Gerät sperren und Kontaktinfos anzeigen.
Löschen
Daten aus der Ferne löschen.
Besonders praktisch ist die Offline-Suche. Auch wenn dein Gerät keine Internetverbindung hat, senden fremde Apple-Geräte in der Nähe verschlüsselt und anonym seine Position. Weder Apple noch die Besitzer der anderen Geräte können sehen, um welches Gerät es geht. So lassen sich auch AirTags weltweit orten. Bei vielen iPhones funktioniert die Ortung eine Weile sogar nach dem Ausschalten.
So richtest du „Wo ist?“ ein
- Einstellungen öffnen. Oben auf deinen Namen tippen.
- Wo ist? wählen. Mein iPhone suchen aktivieren.
- Offline-Suche. Das „Wo ist?“-Netzwerk einschalten.
- Letzten Standort senden. Sendet den Standort, bevor der Akku leer ist.
- Familie. Über die Familienfreigabe auch Geräte von Angehörigen finden.
Wenn dein Gerät weg ist
Melde dich auf icloud.com/find oder auf einem anderen Apple-Gerät an. Markiere das Gerät als verloren, damit es gesperrt wird und eine Nachricht mit deiner Telefonnummer anzeigt. Lösche es erst, wenn du sicher bist, dass du es nicht zurückbekommst, denn nach dem Löschen lässt es sich nicht mehr orten. Bei einem Diebstahl solltest du Anzeige erstatten. Zusätzlich schützt der Diebstahlschutz für Geräte bei neueren iOS-Versionen sensible Einstellungen, wenn das iPhone an einem fremden Ort ist.
„Wo ist?“ und Reparatur
Für viele Reparaturen in einer freien Werkstatt muss „Wo ist?“ nicht ausgeschaltet werden. Wenn du ein Gerät aber verkaufst, verschenkst oder abgibst, musst du „Wo ist?“ deaktivieren und dich vom Apple Account abmelden. Sonst bleibt die Aktivierungssperre bestehen und der neue Besitzer kann das Gerät nicht nutzen. Ein gesperrtes Gerät lässt sich auch nach einer Reparatur nicht ohne Zugangsdaten des Besitzers einrichten.
Passwort parat haben
Halte das Passwort deines Apple Accounts bereit, wenn du dein Gerät zur Reparatur bringst. Für manche Prüfungen oder Kalibrierungen nach dem Teiletausch wird es gebraucht.
Wie das „Wo ist?“-Netzwerk funktioniert
Die besondere Stärke von „Wo ist?“ ist das Netzwerk aus Apple-Geräten. Ein vermisstes Gerät sendet regelmäßig ein verschlüsseltes Bluetooth-Signal. Kommt ein anderes iPhone, iPad oder ein Mac in die Nähe, empfängt es dieses Signal und meldet den Standort verschlüsselt an Apple. Nur du kannst diese Information mit deinem Account entschlüsseln.
Das funktioniert auch, wenn dein Gerät keine Internetverbindung hat. Es braucht nur ein fremdes Apple-Gerät in Reichweite, das online ist. Weil weltweit sehr viele Apple-Geräte im Einsatz sind, lässt sich ein Gerät so auch in Städten ohne eigenes WLAN oder Mobilfunk orten.
Der Besitzer des fremden Geräts merkt davon nichts und erfährt weder, welches Gerät er gefunden hat, noch wem es gehört. Apple selbst kennt laut eigenen Angaben ebenfalls weder den Standort noch die Identität der beteiligten Geräte.
Damit das Netzwerk funktioniert, muss die Option „Wo ist?“-Netzwerk in den Einstellungen aktiviert sein. Bei den meisten Geräten ist sie standardmäßig eingeschaltet, ein kurzer Blick in die Einstellungen schadet aber nicht.
Ortung bei ausgeschaltetem Gerät
Ab dem iPhone 11 kann ein iPhone auch dann noch gefunden werden, wenn es ausgeschaltet ist oder der Akku leer scheint. Das Gerät hält eine kleine Energiereserve zurück und sendet damit noch einige Zeit weiter Bluetooth-Signale. Beim Ausschalten zeigt das iPhone einen Hinweis, dass es weiterhin auffindbar ist.
Diese Funktion ist hilfreich, wenn ein Dieb das Gerät ausschaltet oder es irgendwo mit leerem Akku liegt. Sie funktioniert allerdings nur für eine begrenzte Zeit und nur, wenn „Wo ist?“ und das „Wo ist?“-Netzwerk aktiviert sind.
| Situation | Ortung möglich? |
|---|---|
| Gerät eingeschaltet und online | Ja, genau |
| Gerät eingeschaltet, offline | Ja, über das Netzwerk |
| Gerät ausgeschaltet, ab iPhone 11 | Ja, für begrenzte Zeit |
| Akku vollständig leer | Nur noch letzter bekannter Standort |
| „Wo ist?“ deaktiviert | Nein |
AirTags und Zubehör
„Wo ist?“ funktioniert nicht nur für Apple-Geräte, sondern auch für AirTags und kompatibles Zubehör anderer Hersteller. Ein AirTag ist ein kleiner Anhänger, den du an Schlüssel, Rucksack oder Koffer befestigen kannst. Er nutzt dasselbe Netzwerk und lässt sich in der App wie ein Gerät orten.
Neuere iPhones können einen AirTag in der Nähe auf den Zentimeter genau finden. Dafür nutzen sie eine Funktechnik namens Ultrabreitband, die neben der Entfernung auch die Richtung erkennt. Auf dem Display zeigt ein Pfeil, wohin du gehen musst.
Um Missbrauch zu verhindern, warnt das iPhone, wenn ein fremder AirTag längere Zeit mit dir unterwegs ist. Auch Android-Geräte können solche Tracker erkennen. So soll verhindert werden, dass jemand heimlich verfolgt wird.
Der Verloren-Modus im Detail
- Als verloren markieren. In der App oder auf icloud.com das Gerät auswählen.
- Nachricht hinterlegen. Eine Telefonnummer oder Nachricht für den Finder angeben.
- Gerät wird gesperrt. Apple Pay wird deaktiviert, Benachrichtigungen werden ausgeblendet.
- Standort verfolgen. Du bekommst Updates, wenn sich der Standort ändert.
Der Verloren-Modus ist der wichtigste Schritt, wenn dein Gerät weg ist. Er schützt deine Daten und Zahlungsmittel, ohne das Gerät zu löschen. So bleibt die Ortung weiterhin möglich. Ein ehrlicher Finder sieht deine Nachricht auf dem Sperrbildschirm und kann dich kontaktieren.
Erst wenn du sicher bist, dass du das Gerät nicht zurückbekommst, solltest du es aus der Ferne löschen. Auch nach dem Löschen bleibt die Aktivierungssperre bestehen. Das Gerät ist für einen Dieb damit weitgehend wertlos.
Das Gegenstück bei Android
Auch Android hat eine Ortungsfunktion, die Google inzwischen unter dem Namen Find Hub anbietet. Sie funktioniert ähnlich: Geräte lassen sich auf der Karte anzeigen, klingeln lassen, sperren oder löschen. Mit einem eigenen Netzwerk aus Android-Geräten können auch Geräte ohne Internetverbindung und kompatible Tracker gefunden werden.
Samsung bietet für Galaxy-Geräte zusätzlich eine eigene Lösung an, die ebenfalls ein Netzwerk aus Galaxy-Geräten nutzt. Wer ein Android-Gerät nutzt, sollte prüfen, welche der Funktionen aktiviert sind, bevor etwas verloren geht.
Tipps für den Ernstfall
Aktiviere „Wo ist?“ und das zugehörige Netzwerk direkt bei der Einrichtung eines neuen Geräts. Merke dir dein Apple-Account-Passwort oder bewahre es sicher auf. Ohne es kannst du dein Gerät von einem anderen Gerät aus nicht orten.
Lege in der Familienfreigabe fest, wer deine Geräte orten darf. So kann auch ein Familienmitglied helfen, wenn dein Gerät verloren geht und du gerade keinen Zugriff auf ein anderes Gerät hast. Und notiere dir die Seriennummer deiner Geräte, falls du einen Diebstahl bei der Polizei melden musst.
Tipp
Teste die Ortung einmal in Ruhe, solange alles funktioniert. Dann weißt du im Ernstfall genau, wo du klicken musst.
„Wo ist?“ vor der Reparatur
Viele Werkstätten bitten dich vor einer Reparatur, „Wo ist?“ zu deaktivieren. Das hat praktische Gründe. Bei manchen Reparaturen müssen Teile mit dem Gerät gekoppelt oder Funktionen getestet werden, wofür das Gerät nicht gesperrt sein darf. Außerdem zeigt das Ausschalten, dass du der rechtmäßige Besitzer bist.
Wenn du „Wo ist?“ nicht deaktivieren möchtest oder nicht kannst, etwa weil das Display defekt ist, sprich das bei der Abgabe an. Für viele Reparaturen ist es nicht zwingend nötig. Nach der Reparatur solltest du „Wo ist?“ sofort wieder aktivieren, damit dein Gerät weiter geschützt ist.
Wichtig
Gib dein Apple-Account-Passwort niemals an eine Werkstatt weiter. Zum Deaktivieren von „Wo ist?“ gibst du es selbst auf deinem Gerät ein.
Standort von Gegenständen teilen
Mit neueren iOS-Versionen kannst du den Standort eines verlorenen Gegenstands mit anderen teilen. Ist zum Beispiel ein Koffer mit AirTag auf einer Flugreise verloren gegangen, lässt sich ein Link erzeugen, über den die Fluggesellschaft den Standort sehen kann. Der Link ist zeitlich begrenzt und endet automatisch, sobald du den Gegenstand wiederhast.
Das zeigt, wie sich die Funktion über die Jahre entwickelt hat: vom reinen Wiederfinden des eigenen iPhones zu einem Netzwerk, das bei vielen Alltagssituationen hilft.
Zusammengefasst ist „Wo ist?“ eine der wichtigsten Schutzfunktionen auf deinem Apple-Gerät. Sie hilft beim Wiederfinden, schützt deine Daten und macht gestohlene Geräte für Diebe weitgehend wertlos. Aktiviere sie, halte dein Passwort griffbereit und nutze im Ernstfall zuerst den Verloren-Modus.
Häufige Fragen
Funktioniert „Wo ist?“ ohne Internet?
Ja, über die Offline-Suche mit anderen Apple-Geräten.
Kann man ein ausgeschaltetes iPhone orten?
Bei vielen neueren Modellen für eine gewisse Zeit ja.
Muss ich „Wo ist?“ vor der Reparatur ausschalten?
Für viele Reparaturen nicht. Beim Verkauf oder bei Abgabe des Geräts ja.
Was passiert, wenn ich das Gerät lösche?
Es lässt sich danach nicht mehr orten, die Aktivierungssperre bleibt aber bestehen.
Kann ich ein Android-Gerät mit „Wo ist?“ finden?
Nein, dafür gibt es bei Google eine eigene Funktion.
Wie finde ich verlorene AirPods?
In der App unter Geräte, auch mit Ton abspielen, wenn sie in Reichweite sind.