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Glossar

Joy-Con

Joy-Cons sind die abnehmbaren Controller der Nintendo Switch. Sie stecken seitlich an der Konsole oder werden kabellos genutzt.
Kurz erklärt

Die Joy-Cons sind das Markenzeichen der Nintendo Switch. Ein linker und ein rechter Controller werden seitlich an die Konsole geschoben oder getrennt in der Hand gehalten. Jeder Joy-Con hat einen eigenen Akku, einen Analogstick, Tasten, Bewegungssensoren und eine Funkverbindung. Bekannt sind die Joy-Cons leider auch für ein Problem: Stick-Drift.

FürNintendo Switch
VerbindungSchiene an der Konsole oder Bluetooth
SchraubenY-Schrauben
Bekanntes ProblemStick-Drift

Typische Fehler

FehlerMögliche Ursache
Figur bewegt sich von selbstStick-Drift
Verbindung bricht abFunkprobleme, Akku oder Antenne
Joy-Con sitzt locker an der KonsoleVerriegelung oder Schiene abgenutzt
Wird nicht geladenKontakte an der Schiene oder Akku
Tasten reagieren nichtVerschmutzung oder Flexkabel defekt

Was du selbst tun kannst

  1. Update. Konsole und Controller auf den neuesten Stand bringen.
  2. Kalibrieren. Unter Systemeinstellungen › Controller und Sensoren die Sticks kalibrieren.
  3. Neu koppeln. Joy-Con an die Konsole schieben und erneut verbinden.
  4. Kontakte reinigen. Die Schienenkontakte vorsichtig mit einem trockenen Tuch säubern.

Reparatur

Joy-Cons sind vergleichsweise reparaturfreundlich. Nach dem Lösen von vier Y-Schrauben lässt sich das Gehäuse öffnen. Der Analogstick ist über ein Flexkabel angesteckt und kann ohne Löten getauscht werden. Auch Akku, Schienen und Tasten lassen sich ersetzen. Beim Öffnen ist Vorsicht geboten, weil die Flexkabel sehr dünn sind und der Akku mit einem Kabel an die Platine angeschlossen ist.

Stick

Gesteckt, ohne Löten tauschbar.

Akku

Lässt sich ersetzen, wenn die Laufzeit nachlässt.

Schiene

Ausgeleierte Schienen werden getauscht.

Hall-Sticks

Als Upgrade gegen erneuten Drift.

Nicht zu fest schrauben

Die Schrauben greifen in Kunststoff. Beim Zusammenbau nur leicht anziehen, sonst reißen die Gewinde aus.

Was Joy-Cons sind

Joy-Cons sind die abnehmbaren Controller der Nintendo Switch. Sie werden seitlich an der Konsole befestigt und lassen sich ebenso einzeln, paarweise oder in einer Halterung als klassischer Controller nutzen. Diese Flexibilität ist eines der Markenzeichen der Switch.

Mit der Nintendo Switch 2 hat Nintendo neue Joy-Cons eingeführt. Sie sind größer, werden magnetisch befestigt statt über eine Schiene und lassen sich zusätzlich wie eine Maus über den Tisch bewegen. Die alten und neuen Joy-Cons sind mechanisch nicht untereinander austauschbar.

In jedem Joy-Con steckt erstaunlich viel Technik auf kleinem Raum. Das macht sie vielseitig, aber auch anfällig für bestimmte Defekte.

Neben den offiziellen Joy-Cons gibt es zahlreiche Nachbauten anderer Hersteller. Sie sind oft günstiger, unterscheiden sich aber in Verarbeitung, Vibration und Funktionsumfang. Manche bieten zum Beispiel keine NFC-Funktion oder keine Weckfunktion für die Konsole.

Die Technik in einem Joy-Con

Analogstick

Der Analogstick misst die Bewegung des Daumens. Er ist das am stärksten beanspruchte Bauteil.

Bewegungssensoren

Ein Gyroskop und ein Beschleunigungssensor erkennen Neigung und Bewegung.

Funkverbindung

Die Joy-Cons verbinden sich per Bluetooth mit der Konsole, wenn sie nicht angesteckt sind.

Akku

Ein kleiner Lithium-Ionen-Akku versorgt den Controller. Er lädt, wenn der Joy-Con an der Konsole hängt.

Vibration

Ein präziser Vibrationsmotor erzeugt die als HD Rumble bekannte, fein abgestufte Vibration.

Der rechte Joy-Con der ersten Generation enthält zusätzlich einen NFC-Leser für amiibo-Figuren und eine Infrarotkamera. Die Kontakte an der Seite übertragen Daten und Strom, wenn der Controller an der Konsole steckt.

Warum Stick-Drift so häufig ist

Das bekannteste Problem der Joy-Cons ist Stick-Drift. Die Spielfigur bewegt sich dabei von selbst, obwohl du den Stick nicht berührst. Ursache ist meist der Verschleiß der Schleifkontakte im Inneren des Sticks. Mit jeder Bewegung reibt ein kleiner Kontakt über eine Widerstandsbahn, die sich mit der Zeit abnutzt.

Auch Staub und Schmutz, die durch den Spalt am Stick ins Innere gelangen, können Drift verursachen. Gerade bei intensiver Nutzung tritt das Problem oft schon nach einiger Zeit auf. Eine Kalibrierung in den Systemeinstellungen hilft manchmal vorübergehend, behebt aber keinen mechanischen Verschleiß.

Eine dauerhafte Alternative sind Ersatzsticks mit Hall-Effekt-Technik. Sie messen die Position berührungslos über Magnetfelder und nutzen sich daher kaum ab. Für viele Joy-Con-Modelle gibt es passende Nachrüst-Sticks.

Wichtig zu wissen: Drift betrifft nicht nur alte Controller. Auch neuere Joy-Cons können nach intensiver Nutzung Abweichungen zeigen, weil das Grundprinzip der Messung gleich bleibt. Wer viel und lange spielt, sollte deshalb früher oder später mit dem Problem rechnen.

Joy-Cons kalibrieren und prüfen

Bevor du an eine Reparatur denkst, lohnt sich ein Test in den Systemeinstellungen der Switch. Unter Controller und Sensoren findest du die Option zum Kalibrieren der Sticks. Dort siehst du auch, ob der Stick in Ruhe exakt in der Mitte steht.

  1. Einstellungen öffnen. Wähle in den Systemeinstellungen den Bereich Controller und Sensoren.
  2. Sticks kalibrieren. Wähle den betroffenen Stick aus und folge den Anweisungen auf dem Bildschirm.
  3. Ergebnis prüfen. Lass den Stick los. Wandert das Fadenkreuz trotzdem, ist der Stick meist verschlissen.
  4. Bewegungssensoren testen. Auch Gyroskop und Beschleunigungssensor lassen sich dort neu einstellen.

Manche empfehlen, Kontaktspray oder Isopropanol unter die Gummikappe des Sticks zu geben. Das kann Schmutz kurzfristig lösen, behebt aber keinen Verschleiß. Zu viel Flüssigkeit kann außerdem in den Controller laufen und dort Schaden anrichten.

Probleme mit Schiene und Verbindung

Bei den Joy-Cons der ersten Generation rasten die Controller über eine Schiene an der Konsole ein. Ein kleiner Verriegelungsmechanismus hält sie fest. Nutzt er sich ab, sitzt der Joy-Con locker oder rutscht aus der Schiene. Auch die Federn der Entriegelungstaste können brechen.

Häufig ist auch eine instabile Funkverbindung. Der Joy-Con verliert dann kurzzeitig die Verbindung, vor allem wenn du weiter von der Konsole entfernt sitzt. Ursachen können andere Funkgeräte, Metallgegenstände oder eine beschädigte Antenne im Controller sein.

  1. Abstand verringern. Setze dich näher an die Konsole und entferne Hindernisse dazwischen.
  2. Störquellen prüfen. WLAN-Router, andere Bluetooth-Geräte oder Metallgehäuse können die Verbindung stören.
  3. Neu koppeln. Stecke den Joy-Con an die Konsole, um ihn neu zu verbinden.
  4. Software aktualisieren. Systemupdates verbessern manchmal auch die Controller-Firmware.

So halten Joy-Cons länger

Sauber spielen

Spiele mit sauberen Händen und ohne Snacks. Krümel und Fett gelangen sonst in Stick und Tasten.

Kühl lagern

Lass die Joy-Cons nicht in der Sonne oder im heißen Auto liegen. Hitze schadet Akku und Kunststoff.

Sticks schonen

Drücke die Sticks nicht mit Gewalt in die Ecken. Kreisende Bewegungen unter Druck verschleißen die Mechanik schneller.

Akku pflegen

Lade die Joy-Cons regelmäßig, auch wenn du länger nicht spielst. Ein tiefentladener Akku kann dauerhaft Schaden nehmen.

Eine Tasche für unterwegs schützt die Konsole und die angesteckten Joy-Cons vor Stößen und Staub. Gerade auf Reisen ist das eine einfache Möglichkeit, Defekte zu vermeiden.

Joy-Cons der ersten und zweiten Generation

MerkmalJoy-Con (Switch)Joy-Con 2 (Switch 2)
BefestigungSchiene mit VerriegelungMagnetisch
GrößeKompaktEtwas größer
Maus-FunktionNeinJa
KompatibilitätSwitch und Switch 2 (kabellos)Nur Switch 2

Die Joy-Cons der ersten Generation lassen sich kabellos auch mit der Switch 2 nutzen, aber nicht an ihr befestigen. Bei Reparaturen bedeutet das: Ersatzteile der beiden Generationen sind nicht austauschbar. Achte beim Kauf von Ersatzsticks oder Akkus deshalb genau darauf, für welches Modell sie gedacht sind.

Tasten, Akku und Kontakte

Neben dem Stick fallen auch andere Teile aus. Tasten können hängen oder nicht mehr reagieren, etwa durch eingetrocknete Getränke oder abgenutzte Kontakte. Die schmalen Schultertasten SL und SR sind besonders empfindlich.

Der Akku hält nach einigen Jahren deutlich kürzer. Lädt ein Joy-Con gar nicht mehr, kann auch ein Problem an den Kontakten der Schiene oder an einem Flexkabel im Inneren vorliegen. Diese Kabel verbinden die Platine mit Stick, Tasten und Kontakten und sind sehr dünn.

Nach Kontakt mit Flüssigkeit droht Kontaktkorrosion. Wurde ein Joy-Con nass, lass ihn nicht einfach weiterlaufen, sondern trenne ihn von der Konsole und lass ihn prüfen.

Selbst reparieren oder reparieren lassen?

Joy-Cons sind mit speziellen Y-Schrauben verschlossen und innen sehr eng aufgebaut. Ersatzsticks gibt es im Handel, doch der Tausch erfordert Geduld und feines Werkzeug. Das Flexkabel des Sticks wird mit einem winzigen Stecker verbunden, der beim Öffnen leicht bricht.

Wer Erfahrung mit kleiner Elektronik hat, kann den Stick-Tausch selbst wagen. Für alle anderen ist eine Werkstatt meist die sicherere Wahl. Dort wird auch geprüft, ob zusätzlich Akku, Schiene oder Tasten verschlissen sind, damit der Controller danach rundum funktioniert.

Zusammengefasst sind Joy-Cons kleine Wunderwerke, die im Alltag aber stark beansprucht werden. Stick-Drift, lockere Schienen und schwache Akkus sind typische Folgen. Die gute Nachricht: Fast alle Teile lassen sich tauschen, sodass ein defekter Joy-Con nicht im Müll landen muss.

Ob Stick, Akku oder Schiene: Lass einen defekten Joy-Con am besten früh prüfen. Kleine Fehler lassen sich meist einfacher beheben als Folgeschäden, die entstehen, wenn ein Controller lange mit Defekt genutzt wird.

Häufige Fragen

Warum driftet mein Joy-Con?

Das Potentiometer im Stick nutzt sich ab.

Kann man Joy-Cons reparieren?

Ja, Stick, Akku, Schiene und Tasten lassen sich tauschen.

Brauche ich spezielles Werkzeug?

Einen passenden Y-Schraubendreher.

Hilft Kalibrieren gegen Drift?

Nur bei leichtem Drift und nur vorübergehend.

Sind Hall-Sticks für Joy-Cons erhältlich?

Ja, es gibt Hall-Module als Ersatz.

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