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Glossar

Always-On-Display

Beim Always-On-Display bleiben Uhrzeit, Benachrichtigungen und andere Infos auch bei gesperrtem Handy dauerhaft sichtbar. Möglich ist das vor allem mit OLED Displays.
Kurz erklärt

Das Always-On-Display, kurz AOD, zeigt auch im Standby wichtige Infos wie Uhrzeit, Datum, Akkustand und Benachrichtigungen an. Bei einem OLED leuchten dafür nur die benötigten Pixel, der Rest bleibt schwarz und braucht keinen Strom.

KurzAOD
TechnikVor allem OLED
iPhoneAb iPhone 14 Pro
AndroidBei vielen OLED Handys

Wie funktioniert das Always-On-Display?

Bei OLED Displays leuchtet jeder Pixel selbst. Für das AOD werden nur wenige Pixel mit geringer Helligkeit angesteuert, der Rest bleibt aus. Zusätzlich senkt das Display seine Bildwiederholrate stark, beim iPhone bis auf 1 Hz. So bleibt der Stromverbrauch niedrig.

Bei LCDs müsste die Hintergrundbeleuchtung dauerhaft an sein. Deshalb bieten LCD Handys meist kein echtes AOD an.

iPhone und Android im Vergleich

iPhoneSamsung und andere Android
VerfügbarAb iPhone 14 Pro, Pro Modelle mit LTPOBei vielen OLED Modellen
DarstellungGedimmter Sperrbildschirm mit HintergrundMeist Uhrzeit und Symbole auf Schwarz
EinstellbarEin/Aus, Hintergrund, BenachrichtigungenZeitplan, Tippen zum Anzeigen, Stil

Wie viel Akku kostet das AOD?

Der Verbrauch hängt vom Gerät und der Darstellung ab. Bei einfachen Anzeigen auf schwarzem Grund ist er gering. Je heller und bunter das AOD, desto mehr Strom braucht es. Viele Handys schalten das AOD automatisch ab, wenn sie in der Tasche liegen oder auf dem Display liegen.

Akku sparen

Wähle eine schlichte Anzeige oder nutze einen Zeitplan, etwa nachts aus.

Schwarzer Hintergrund

Beim iPhone kannst du den Hintergrund im AOD ausblenden, das spart zusätzlich.

Tippen zum Anzeigen

Bei Samsung erscheint das AOD dann nur nach einem Tippen.

Helligkeit

Das AOD passt sich dem Umgebungslicht an.

Kann das Always-On-Display einbrennen?

Theoretisch ja, denn die Anzeige zeigt lange dasselbe Bild. Die Hersteller steuern dagegen: Die Helligkeit ist gering und die Inhalte verschieben sich regelmäßig um wenige Pixel. Im Alltag ist Burn-in durch das AOD deshalb selten.

Nach einer Reparatur

Wurde dein OLED gegen ein LCD Nachbau-Display getauscht, funktioniert das AOD nicht mehr richtig oder kostet deutlich mehr Akku. Achte bei der Reparatur auf ein OLED Ersatzteil.

Gibt es ein Always-On-Display bei LCD Handys?

Manche Hersteller bieten bei LCD Handys eine ähnliche Funktion an, etwa eine Anzeige, die beim Hochheben oder Antippen kurz aufleuchtet. Ein echtes AOD, das dauerhaft läuft, ist bei LCD aber kaum sinnvoll, weil die Hintergrundbeleuchtung dafür ständig an sein müsste.

Für wen lohnt sich das Always-On-Display?

Du schaust oft auf die Uhr

Ein Blick reicht, ohne das Handy zu entsperren.

Benachrichtigungen im Blick

Neue Nachrichten siehst du sofort als Symbol.

Akku ist knapp

Dann lieber ausschalten oder einen Zeitplan nutzen.

Handy liegt meist in der Tasche

Dann bringt das AOD wenig, weil es dort ohnehin aus ist.

Wie das Always-on-Display entstanden ist

Die Idee, wichtige Informationen dauerhaft auf einem ausgeschalteten Bildschirm zu zeigen, ist älter als viele denken. Schon einige Nokia-Handys zeigten vor über zehn Jahren Uhrzeit und Benachrichtigungen auf einem dunklen Display. Bekannt wurde die Funktion aber vor allem durch Samsung, das sie 2016 mit dem Galaxy S7 einführte.

Apple folgte 2022 mit dem iPhone 14 Pro. Dort ist das Always-on-Display anders umgesetzt: Statt einer schwarzen Fläche mit Uhrzeit bleibt der ganze Sperrbildschirm sichtbar, nur stark abgedunkelt. Mit der iPhone-17-Reihe haben auch die Standardmodelle diese Funktion erhalten.

Möglich wurde das Always-on-Display durch OLED-Technik und Displays, die ihre Bildwiederholrate stark absenken können. Erst diese Kombination macht es sparsam genug für den Dauerbetrieb.

Für viele Menschen ist das AOD inzwischen eine Gewohnheit. Ein kurzer Blick auf das Display reicht, um Uhrzeit, Termine und neue Nachrichten zu sehen.

Einstellungen und Anpassungen

SystemTypische Optionen
iPhoneEin oder aus, Hintergrundbild ausblenden, Mitteilungen ausblenden
Samsung GalaxyImmer, nach Zeitplan, nur bei neuen Mitteilungen, Tippen zum Anzeigen, eigene Designs
Google PixelEin oder aus, Uhrzeit und Informationen, Musikerkennung
Andere Android-GeräteJe nach Hersteller sehr unterschiedlich

Beim iPhone findest du die Einstellung unter Anzeige und Helligkeit. Dort kannst du festlegen, ob das Hintergrundbild und die Mitteilungen im abgedunkelten Zustand sichtbar bleiben. Ohne Hintergrundbild sieht das Always-on-Display dem klassischen schwarzen Bildschirm von Android ähnlicher und verbraucht etwas weniger Energie.

Bei Samsung lassen sich Uhrenstile, Farben und Bilder anpassen. Außerdem kannst du einstellen, dass das Always-on-Display nur zu bestimmten Zeiten aktiv ist, etwa tagsüber, und nachts ausgeht.

Wann sich das Always-on-Display automatisch abschaltet

Damit das Always-on-Display nicht unnötig Strom verbraucht, schalten Smartphones es in bestimmten Situationen automatisch ab. Beim iPhone passiert das zum Beispiel, wenn das Gerät mit dem Display nach unten liegt, in der Tasche steckt, der Stromsparmodus aktiv ist oder ein Schlaf-Fokus läuft. Auch wenn du dich mit einer Apple Watch entfernst, kann das Display ausgehen.

Android-Geräte nutzen ähnliche Regeln. Der Näherungssensor erkennt, ob das Gerät in der Tasche steckt. Der Lichtsensor passt die Helligkeit an die Umgebung an, damit das Display nachts nicht blendet.

Display nach unten

Das AOD geht aus.

Stromsparmodus

Das AOD wird deaktiviert.

Dunkle Umgebung

Helligkeit wird reduziert.

Auch bei angeschlossenem CarPlay pausiert das AOD beim iPhone. Das System entscheidet selbst, wann die Anzeige keinen Nutzen bringt, und schaltet sie dann ab, um Akku zu sparen.

StandBy und Nachttisch-Modi

Mit iOS 17 hat Apple den StandBy-Modus eingeführt. Liegt ein iPhone quer und lädt, zeigt es eine große Uhr, Fotos oder Widgets an. Auf Geräten mit Always-on-Display bleibt diese Ansicht dauerhaft sichtbar und wird nachts rötlich abgedunkelt, damit sie nicht stört.

Viele Android-Geräte bieten ähnliche Funktionen, etwa als Bildschirmschoner beim Laden. So wird das Smartphone zum Nachttischwecker oder zur Uhr auf dem Schreibtisch.

Always-on-Display nach einem Displaytausch

Das Always-on-Display funktioniert nur mit einem passenden OLED-Display. Wird bei einer Reparatur ein günstiges LCD-Ersatzteil eingebaut, fällt die Funktion weg oder verbraucht sehr viel Strom, weil die Hintergrundbeleuchtung ständig leuchten müsste. Bei vielen Geräten wird das AOD in diesem Fall vom System gar nicht mehr angeboten.

Auch Ersatz-OLEDs ohne die Fähigkeit zur stark abgesenkten Bildwiederholrate können Probleme machen. Das AOD funktioniert dann zwar, kostet aber deutlich mehr Akku. Wenn dir die Funktion wichtig ist, solltest du beim Displaytausch auf ein Originalteil oder ein hochwertiges OEM-Teil achten.

Tipp

Wenn dein Akku nach einem Displaytausch auffällig schneller leer wird, prüfe in den Akkueinstellungen, ob das Display mehr verbraucht als vorher. Das kann ein Hinweis auf ein ungeeignetes Ersatzteil sein.

So hält dein Akku trotz AOD lange

Wer das Always-on-Display nutzt, aber Akku sparen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Ein schwarzer oder sehr dunkler Hintergrund verbraucht auf OLED-Displays am wenigsten Energie. Beim iPhone hilft es, das Hintergrundbild im AOD auszublenden. Bei Android lässt sich das AOD auf bestimmte Zeiten oder auf Tippen beschränken.

Auch das Ausblenden von Mitteilungen spart etwas Energie, weil weniger Inhalte dargestellt und aktualisiert werden müssen. Für die meisten Menschen ist der Mehrverbrauch aber so gering, dass sich das AOD im Alltag kaum bemerkbar macht.

Always-on bei Smartwatches

Bei Smartwatches ist das Always-on-Display noch wichtiger als bei Smartphones. Eine Uhr soll die Uhrzeit zeigen, ohne dass du das Handgelenk drehen oder tippen musst. Die Apple Watch hat das Always-on-Display seit der Series 5, viele Android-Uhren bieten es ebenfalls.

Smartwatches senken im Always-on-Modus die Bildwiederholrate stark ab und zeigen eine vereinfachte Ansicht. Trotzdem kostet die Funktion spürbar Akkulaufzeit. Bei Uhren mit kleinem Akku kann es sinnvoll sein, das AOD bei Bedarf abzuschalten, etwa auf Reisen.

Zusammengefasst ist das Always-on-Display eine praktische Funktion, die dank OLED und variabler Bildwiederholrate nur wenig Energie braucht. Wer Akku sparen möchte, kann sie anpassen oder abschalten. Nach einem Displaytausch hängt es vom Ersatzteil ab, ob das AOD weiterhin sparsam funktioniert.

Always-on-Display und Privatsphäre

Weil das Display ständig sichtbar ist, können auch andere Menschen sehen, was darauf erscheint. Liegt dein Smartphone im Büro oder Restaurant auf dem Tisch, sind Absender und Vorschau neuer Nachrichten unter Umständen für jeden lesbar. Prüfe deshalb, welche Informationen das AOD anzeigt.

Beim iPhone kannst du Mitteilungen im AOD ausblenden oder die Vorschau generell nur bei entsperrtem Gerät zeigen lassen. Bei Android lassen sich sensible Inhalte auf dem Sperrbildschirm ebenfalls verbergen. So bleibt das AOD praktisch, ohne private Details preiszugeben.

Gerade auf dem Nachttisch lohnt sich ein Blick in die Einstellungen. Viele Smartphones schalten das AOD in einem Schlafmodus oder Fokus automatisch ab, damit dich das Licht nachts nicht stört.

Häufige Fragen

Wie schalte ich das Always-On-Display ein oder aus?

Beim iPhone unter Einstellungen › Anzeige & Helligkeit › Immer eingeschaltet. Bei Samsung unter Einstellungen › Sperrbildschirm › Always On Display.

Verursacht das AOD Burn-in?

Selten. Geringe Helligkeit und leicht wandernde Inhalte schützen das Display.

Warum geht mein AOD manchmal aus?

Viele Handys deaktivieren es im Energiesparmodus, in der Tasche oder wenn das Handy mit dem Display nach unten liegt.

Haben iPhone 14 und 15 ohne Pro ein AOD?

Nein. Das AOD gibt es bei diesen Generationen nur in den Pro Modellen.

Funktioniert das AOD nach einem Displaytausch?

Mit einem passenden OLED Ersatzteil ja. Mit einem LCD Nachbau meist nicht wie gewohnt.

Kann ein Always-On-Display bei einem Handy mit LCD nachgerüstet werden?

Nein. Die Funktion hängt an der Display-Technik und der Software des Herstellers.

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