Seit dem A4 im Jahr 2010 entwickelt Apple die Prozessoren für iPhone und iPad selbst. Jeder A-Serie-Chip ist ein SoC, der alle wichtigen Einheiten enthält. Apple bringt jedes Jahr mit den neuen iPhones eine neue Generation heraus. Weil Hardware und Software aus einer Hand kommen, sind die Chips eng auf iOS abgestimmt.
Was die Namen bedeuten
| Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| A11 Bionic bis A15 Bionic | „Bionic“ betonte die eingebaute Neural Engine |
| A16 Bionic, A17 Pro | Pro-Variante für die Pro-Modelle mit mehr Grafikleistung |
| A18, A18 Pro, A19, A19 Pro | Normale und Pro-Variante im selben Jahr |
| Zahl | Die Generation, höher bedeutet neuer |
Seit dem iPhone 15 gibt es häufiger zwei Varianten pro Jahr: eine für die Standard-Modelle und eine stärkere Pro-Variante. Die Unterschiede liegen vor allem bei Grafik, Video und speziellen Funktionen wie schnellerem USB.
Was die Chips besonders macht
Neural Engine
Seit dem A11 Bionic für KI, Face ID und Fotobearbeitung.
Secure Enclave
Ein abgeschotteter Bereich für Schlüssel und Biometrie.
Bildprozessor
Verarbeitet Fotos in Echtzeit, etwa für Nachtmodus und Smart HDR.
Effizienz
Leistungs- und Effizienzkerne für lange Akkulaufzeit.
Die Secure Enclave ist ein wichtiger Teil. Sie verwaltet die Schlüssel für die Verschlüsselung deiner Daten und für Face ID oder Touch ID. Diese Schlüssel verlassen den Chip nie. Das ist der Grund, warum Daten auf einem iPhone ohne funktionierenden A-Chip nicht lesbar sind.
Chip und Update-Dauer
Wie lange ein iPhone neue iOS-Versionen bekommt, hängt eng mit dem Chip zusammen. Neue Funktionen wie Apple Intelligence brauchen bestimmte Chips und genug Arbeitsspeicher. Ältere iPhones bekommen dann zwar noch Updates, aber nicht alle Funktionen. Ein leistungsstarker Chip ist deshalb auch eine Investition in die Lebensdauer des Geräts.
A-Chip und Reparatur
Der A-Chip ist mit dem Speicher, der Secure Enclave und mehreren gekoppelten Bauteilen verbunden. Er lässt sich nicht einfach tauschen. Fehler im Bereich des Chips sind meist Lötverbindungen oder Bauteile der Stromversorgung. Bei manchen iPhone-Modellen ist die Platine zweilagig aufgebaut, und der Chip sitzt zwischen den Lagen. Reparaturen dort erfordern das Trennen und Wiederverbinden der Platinenhälften, eine Arbeit für erfahrene Mikrolöter.
Langsames iPhone?
Liegt es selten am Chip. Häufiger ist ein verschlissener Akku schuld, der zu einer Leistungsdrosselung führt. Ein Akkutausch hilft dann.
Häufige Fragen
Welchen Chip hat mein iPhone?
Das steht in den technischen Daten auf der Apple-Website.
Sind A-Chips dasselbe wie M-Chips?
Beide sind Apple-SoCs. M-Chips sind größer und für Macs und iPads Pro gedacht.
Kann man den A-Chip tauschen?
Praktisch nicht, weil er mit anderen Teilen gekoppelt ist.
Was bedeutet „Bionic“?
Ein Marketingname, der die eingebaute Neural Engine betont.
Wird ein alter A-Chip zu langsam für neue Apps?
Irgendwann ja. Meist bekommen iPhones aber viele Jahre Updates.