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Glossar

Akkukapazität

Die Akkukapazität gibt an, wie viel elektrische Ladung ein Akku speichern kann. Bei Handys wird sie meist in Milliamperestunden (mAh) angegeben, bei Laptops oft in Wattstunden (Wh).
Kurz erklärt

Die Akkukapazität beschreibt, wie viel Energie in einen Akku passt. Je größer die Kapazität, desto länger kann ein Gerät theoretisch ohne Steckdose laufen. Wie lange es wirklich durchhält, hängt aber genauso vom Verbrauch des Geräts ab.

Einheit HandymAh, Milliamperestunden
Einheit LaptopWh, Wattstunden
Typisch SmartphoneEtwa 3000 bis 5500 mAh
Sinkt mitAlter und Ladezyklen

mAh und Wh: Was ist der Unterschied?

Milliamperestunden geben die Ladungsmenge an. Ein Akku mit 4000 mAh könnte theoretisch eine Stunde lang 4000 Milliampere liefern. Um die tatsächliche Energie zu kennen, braucht man zusätzlich die Spannung. Deshalb ist die Angabe in Wattstunden aussagekräftiger.

Die Umrechnung ist einfach: mAh mal Spannung in Volt geteilt durch 1000 ergibt Wh. Ein Handy-Akku mit 4000 mAh und 3,85 Volt hat also etwa 15,4 Wh.

GerätTypische Kapazität
Smartphone3000 bis 5500 mAh, etwa 12 bis 21 Wh
Tablet7000 bis 11000 mAh, etwa 28 bis 40 Wh
Laptop40 bis 100 Wh
Powerbank5000 bis 27000 mAh

Warum mehr mAh nicht automatisch länger hält

Effizienter Prozessor

Ein sparsamer Chip holt aus weniger Kapazität mehr Laufzeit.

Display

Größe, Helligkeit und Technik des Displays bestimmen einen großen Teil des Verbrauchs.

Software

Gut optimierte Software spart Strom im Hintergrund.

Alter des Akkus

Ein älterer Akku hat weniger nutzbare Kapazität als auf dem Datenblatt steht.

Deshalb hält ein iPhone mit kleinerem Akku oft ähnlich lange wie ein Android-Handy mit deutlich mehr mAh.

Wie die Kapazität mit der Zeit sinkt

Ein Lithium-Ionen-Akku verliert mit jedem Ladezyklus ein wenig Kapazität. Wie viel noch übrig ist, zeigt der Batteriezustand. Bei 80 Prozent hat ein Akku mit ursprünglich 4000 mAh effektiv nur noch etwa 3200 mAh.

Akkukapazität beim Akkutausch

Manche Ersatzakkus werben mit mehr Kapazität als das Original. Das klingt gut, ist aber mit Vorsicht zu genießen. In das Gehäuse passt physisch nur eine bestimmte Akkugröße. Seriöse Ersatzakkus haben etwa die gleiche Kapazität wie das Original. Stark erhöhte Angaben sind oft geschönt.

Tipp

Achte beim Akkutausch auf einen hochwertigen Akku mit realistischer Kapazitätsangabe statt auf die höchste Zahl.

So findest du die Kapazität deines Akkus heraus

Die Nennkapazität deines Akkus steht im Datenblatt des Herstellers. Wie viel davon heute noch übrig ist, zeigt dir das Gerät selbst. Beim iPhone findest du unter Einstellungen und Batterie den Batteriezustand in Prozent der ursprünglichen Kapazität. Viele Android-Geräte zeigen ähnliche Werte in den Akkueinstellungen oder in einer Diagnose-App des Herstellers.

Am Mac und an Windows-Laptops geht das ebenfalls. Unter Windows erzeugt der Befehl powercfg /batteryreport einen Bericht, der Design-Kapazität und aktuelle volle Ladekapazität gegenüberstellt. So siehst du auf einen Blick, wie stark der Akku schon gealtert ist.

Alle diese Werte sind Schätzungen der Ladeelektronik. Sie können nach einem Update oder einer ungewöhnlichen Nutzung kurzfristig schwanken. Aussagekräftig ist deshalb vor allem der Trend über mehrere Wochen.

Nennkapazität, Mindestkapazität und Werbung

Auf manchen Akkus stehen zwei Werte: die typische und die minimale Kapazität. Die typische Kapazität ist der Durchschnitt, den neue Akkus im Test erreichen. Die minimale Kapazität garantiert der Hersteller für jede einzelne Zelle. In der Werbung erscheint meist der höhere, typische Wert.

Die Unterschiede sind gering, oft nur wenige Prozent. Sie erklären aber, warum ein neuer Akku in einer Messung nicht exakt den beworbenen Wert erreicht. Ein brandneuer Akku mit 98 Prozent ist deshalb kein Grund zur Sorge.

Apple nennt die Kapazität seiner iPhone-Akkus übrigens nicht offiziell in mAh, sondern meist in Wattstunden in den Sicherheitsdokumenten. Die mAh-Werte, die online kursieren, stammen oft aus Zulassungsunterlagen oder Tests.

Typische Kapazitäten im Überblick

Wie groß ein Akku ist, hängt stark vom Gerät ab. Die folgende Tabelle zeigt grobe Richtwerte. Einzelne Modelle können deutlich darüber oder darunter liegen.

GerätTypische Kapazität (ca.)
Smartwatch200 bis 600 mAh
Kabellose Kopfhörer (je Ohrhörer)30 bis 80 mAh
iPhone3.000 bis 5.000 mAh
Android-Smartphone4.000 bis 6.000 mAh und mehr
Tablet7.000 bis 11.000 mAh
Laptop40 bis 100 Wh

Bei Laptops geben Hersteller die Kapazität meist in Wattstunden an. Das ist ehrlicher, weil Laptop-Akkus aus mehreren Zellen bestehen und mit höherer Spannung arbeiten. Eine reine mAh-Angabe wäre dort wenig aussagekräftig.

Bei Laptops und Tablets bestehen Akkus aus mehreren Zellen. Altern sie unterschiedlich schnell, sinkt die nutzbare Kapazität stärker, weil sich der Akku nach der schwächsten Zelle richtet.

Neue Akkutechnik: mehr Kapazität auf gleichem Raum

Seit einigen Jahren setzen manche Hersteller auf Akkus mit Silizium-Kohlenstoff-Anode. Silizium kann mehr Lithium aufnehmen als das bisher übliche Graphit. Dadurch passt mehr Kapazität in dasselbe Gehäuse, ohne dass das Smartphone dicker wird.

Die Technik hat aber auch Herausforderungen. Silizium dehnt sich beim Laden stärker aus, was die Zellen mechanisch belastet. Hersteller lösen das mit speziellen Materialmischungen. Wie sich diese Akkus über viele Jahre verhalten, zeigt sich erst mit der Zeit.

Für dich heißt das: Eine hohe mAh-Zahl bei einem schlanken Gerät ist heute kein Widerspruch mehr. Ein Vergleich verschiedener Modelle allein über die mAh-Angabe wird dadurch aber noch schwieriger.

Auch große Hitze schmälert die Leistung, allerdings auf andere Weise. Während Kälte nur vorübergehend wirkt, schädigt Hitze den Akku dauerhaft. Ein Smartphone, das im Sommer regelmäßig auf dem Armaturenbrett liegt, verliert deshalb spürbar schneller Kapazität als eines, das meist bei Raumtemperatur genutzt wird.

Warum die Kapazität bei Kälte schrumpft

Im Winter scheint der Akku plötzlich viel schneller leer zu sein. Das liegt nicht an einem Defekt. Bei niedrigen Temperaturen laufen die chemischen Vorgänge im Akku langsamer ab. Ein Teil der gespeicherten Energie ist dann vorübergehend nicht abrufbar.

Manche Smartphones schalten sich bei Kälte sogar bei angeblich 20 oder 30 Prozent ab. Sobald das Gerät wieder warm ist, kehrt die Kapazität zurück. Trage dein Smartphone im Winter deshalb nah am Körper, etwa in der Innentasche der Jacke.

Laden solltest du einen sehr kalten Akku nicht. Lithium-Ionen-Akkus können bei Temperaturen um den Gefrierpunkt beim Laden Schaden nehmen. Warte lieber, bis das Gerät Raumtemperatur erreicht hat.

Kapazität bei Powerbanks richtig lesen

Bei Powerbanks führt die Kapazitätsangabe oft zu Enttäuschungen. Eine Powerbank mit 10.000 mAh lädt ein Smartphone mit 5.000 mAh nicht zweimal voll. Der Grund: Die Angabe bezieht sich auf die Zellspannung von etwa 3,7 Volt. Beim Laden wird die Spannung erst auf 5 Volt oder mehr erhöht, und dabei geht Energie als Wärme verloren.

Als Faustregel kannst du mit etwa 60 bis 70 Prozent der angegebenen Kapazität rechnen. Eine Powerbank mit 10.000 mAh reicht damit für etwa eine bis eineinhalb Ladungen eines typischen Smartphones.

Für Flugreisen ist die Angabe in Wattstunden wichtig. Powerbanks bis 100 Wh dürfen meist ohne Genehmigung ins Handgepäck. Prüfe vor dem Flug aber immer die aktuellen Regeln deiner Fluggesellschaft.

Vorsicht bei auffällig hohen Angaben

Beim Kauf eines Ersatzakkus lockt manchmal eine höhere Kapazität als beim Original. Das klingt verlockend, ist aber oft nicht seriös. Im selben Gehäusevolumen lässt sich die Kapazität nicht beliebig steigern. Unrealistische Angaben sind ein Hinweis auf minderwertige Zellen.

Ein schlechter Akku hält nicht nur kürzer, er kann sich auch aufblähen oder überhitzen. Bei einem Akkutausch setzen wir deshalb auf Originalteile oder hochwertige Premium-Ersatzteile. Die Kapazität entspricht dann der des ursprünglichen Akkus, und die Schutzschaltung arbeitet zuverlässig.

So bleibt die Kapazität länger erhalten

Mittlerer Ladestand

Akkus mögen es, zwischen etwa 20 und 80 Prozent zu bleiben. Ständige Vollladung beschleunigt die Alterung.

Hitze vermeiden

Wärme ist der größte Feind der Kapazität. Lade nicht in der prallen Sonne oder unter dem Kopfkissen.

Ladeoptionen nutzen

Funktionen wie optimiertes Laden halten den Akku über Nacht bei einem schonenden Ladestand.

Tiefentladung vermeiden

Ein komplett leerer Akku, der lange liegt, kann dauerhaft Kapazität verlieren. Mehr dazu unter Tiefentladung.

Zusammengefasst sagt die Akkukapazität aus, wie viel Energie ein Akku speichern kann. Sie sinkt mit Alter, Wärme und Ladezyklen. Mit etwas Pflege bleibt sie lange hoch, und wenn sie zu stark nachlässt, bringt ein Akkutausch die volle Laufzeit zurück.

Bei Fragen zum Akku deines Geräts schauen wir uns den Zustand gern an, wenn möglich direkt bei dir vor Ort.

Häufige Fragen

Wie viel mAh braucht ein gutes Handy?

Für einen Tag bei normaler Nutzung reichen bei den meisten aktuellen Handys 4000 bis 5000 mAh. Entscheidend ist aber der Verbrauch des Geräts.

Warum steht auf Powerbanks mAh und trotzdem lädt sie weniger?

Beim Laden geht Energie durch Spannungswandlung und Wärme verloren. Eine 10000 mAh Powerbank lädt ein Handy deshalb nicht 2,5 Mal voll, sondern weniger oft.

Darf ich meine Powerbank mit ins Flugzeug nehmen?

Im Handgepäck ja, bis 100 Wh in der Regel ohne Genehmigung. Die genauen Regeln legt die jeweilige Airline fest.

Kann ich die Kapazität meines Akkus erhöhen?

Nein. Du kannst sie nur langsamer sinken lassen, indem du Hitze vermeidest und den Akku in mittleren Ladeständen hältst.

Was bedeutet „typische“ und „Mindestkapazität“?

Hersteller geben oft einen typischen Wert und einen garantierten Mindestwert an. Der Mindestwert ist etwas niedriger.

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