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Glossar

Super AMOLED

Super AMOLED ist Samsungs Bezeichnung für ein AMOLED Display, bei dem der Touch-Sensor direkt ins Panel integriert ist. Dadurch ist es dünner und in der Sonne besser ablesbar.
Kurz erklärt

Super AMOLED ist ein AMOLED Display von Samsung, bei dem die Touch-Schicht nicht als eigene Lage obendrauf liegt, sondern direkt auf dem Panel sitzt. Weniger Schichten bedeuten weniger Spiegelungen, ein dünneres Display und ein klareres Bild im Freien.

HerstellerSamsung
TechnikAMOLED mit integriertem Touch
ErstmalsGalaxy S, 2010
Typisch heuteGalaxy A Serie

Was ist bei Super AMOLED anders?

Bei einem einfachen AMOLED liegen Display und Touch-Sensor als getrennte Schichten übereinander, dazwischen ein dünner Luftspalt oder Kleber. Jede Grenzfläche spiegelt ein wenig Licht. Bei Super AMOLED ist der Touch-Sensor direkt in den Displayaufbau integriert. Das Bild sitzt dadurch näher am Glas, wirkt kontrastreicher und ist bei Sonnenlicht besser zu erkennen.

An den Grundeigenschaften von OLED ändert sich nichts: Jeder Pixel leuchtet selbst, Schwarz ist wirklich schwarz und dunkle Inhalte sparen Akku.

Super AMOLED im Vergleich

MerkmalAMOLEDSuper AMOLEDLCD
Touch-SensorEigene SchichtIm Panel integriertMeist im Panel integriert
Ablesbarkeit in der SonneGutBesserJe nach Helligkeit
SchwarzwertEchtes SchwarzEchtes SchwarzLeicht grau
EinbrennenMöglichMöglichPraktisch nie

Welche Geräte haben Super AMOLED?

Samsung nutzt die Bezeichnung seit dem ersten Galaxy S. Heute steht Super AMOLED vor allem in der Galaxy A Serie und in vielen Galaxy Tablets. Die teureren Galaxy S und Z Modelle tragen meist die Bezeichnung Dynamic AMOLED, die auf Super AMOLED aufbaut und HDR sowie höhere Bildwiederholraten ergänzt.

Viele andere Hersteller verbauen ebenfalls OLED Panels von Samsung, nennen sie aber anders, zum Beispiel einfach „OLED“ oder „AMOLED“.

Typische Schäden

Schwarze Flecken

Nach einem Sturz breiten sich oft dunkle oder lila Flecken aus, auch wenn das Glas nur einen kleinen Sprung hat.

Grüne Linien

Senkrechte Linien deuten auf beschädigte Leitungen im Panel hin.

Touch fällt aus

Da Touch und Display eine Einheit sind, fällt bei einem Panelschaden oft beides gleichzeitig aus.

Burn-in

Nach langer Nutzung können sich Statusleiste oder Tastatur als Burn-in abzeichnen.

Gut zu wissen

Weil Touch und Display verbunden sind, lässt sich bei Super AMOLED nicht einfach nur das Glas oder der Touch tauschen. Repariert wird mit einem kompletten Display.

Worauf du beim Displaytausch achten solltest

Für viele Galaxy A Modelle gibt es neben Original-Displays sehr günstige Nachbauten. Häufig sind das LCDs, die zwar passen, aber kein echtes Schwarz zeigen, mehr Akku brauchen und den Fingerabdrucksensor unter dem Display nicht immer unterstützen.

Bei Save Your Handy werden für Super AMOLED Displays Originalteile oder hochwertige Premium-Ersatzteile verbaut, damit Bild, Touch und Fingerabdrucksensor wieder wie gewohnt funktionieren.

So findest du heraus, ob dein Handy Super AMOLED hat

  1. Modell nachsehen. Unter Einstellungen › Telefoninfo steht der Modellname.
  2. Datenblatt prüfen. Auf der Samsung Website steht bei jedem Modell die genaue Display-Bezeichnung.
  3. Schwarz-Test. Ein schwarzes Bild im Dunkeln bleibt bei Super AMOLED komplett dunkel, bei einem LCD schimmert es grau.

Aus welchen Schichten ein Super-AMOLED besteht

Ein Super-AMOLED-Display ist ein Stapel aus vielen hauchdünnen Schichten. Ganz unten liegt die Steuerschicht mit Millionen winziger Transistoren, die jedes einzelne Pixel ansteuern. Darüber folgen die organischen Leuchtschichten in Rot, Grün und Blau. Eine Schutzschicht versiegelt sie gegen Sauerstoff und Feuchtigkeit, denn die organischen Materialien sind empfindlich.

Oben liegen der integrierte Touch-Sensor, ein Polarisationsfilter gegen Spiegelungen und schließlich das Deckglas. Der Polarisationsfilter sorgt dafür, dass Umgebungslicht nicht von den Metallschichten im Display zurückgeworfen wird. Ohne ihn würde das Display bei Tageslicht grau und blass wirken.

Das Wort Super bezieht sich darauf, dass Samsung die Touch-Schicht in diesen Aufbau integriert hat. Dadurch fällt eine zusätzliche Lage mit Klebeschicht weg. Das spart Dicke und reduziert Spiegelungen.

Das gesamte Paket ist oft weniger als einen Millimeter dick. Gerade deshalb ist es so empfindlich gegenüber Druck und Biegung.

Farbmodi einstellen

Super-AMOLED-Displays können sehr kräftige Farben darstellen. Samsung bietet deshalb in den Einstellungen verschiedene Bildschirmmodi an. Der Modus Lebendig zeigt besonders satte, leuchtende Farben. Der Modus Natürlich orientiert sich an gängigen Farbstandards und wirkt zurückhaltender.

ModusWirkungGeeignet für
LebendigKräftige, gesättigte FarbenVideos, Spiele, Fotos ansehen
NatürlichRealistische FarbenFotobearbeitung, Lesen, Online-Shopping

Im Modus Lebendig lässt sich zusätzlich der Weißabgleich anpassen. Wirken weiße Flächen zu bläulich, kannst du sie wärmer einstellen. Nach einem Displaytausch lohnt sich ein Blick in diese Einstellungen, weil Panels leicht unterschiedlich abgestimmt sein können.

Dunkler Modus spart wirklich Strom

Weil bei einem AMOLED-Display jedes Pixel selbst leuchtet, verbraucht ein schwarzes Pixel praktisch keinen Strom. Der dunkle Modus spart deshalb auf Super-AMOLED-Displays tatsächlich Energie, vor allem bei hoher Helligkeit und Apps mit viel Fläche.

Bei einem LCD bringt der dunkle Modus dagegen kaum etwas, weil die Hintergrundbeleuchtung immer leuchtet. Das ist ein Grund, warum viele Smartphones mit OLED-Display im Alltag sparsam sind. Zusätzlich lässt sich das Always-on-Display sparsam betreiben, weil nur wenige Pixel leuchten müssen.

Gut ablesbar in der Sonne

Ein großer Vorteil von Super AMOLED ist die Ablesbarkeit im Freien. Weil weniger Schichten zwischen Pixeln und Glas liegen, spiegelt das Display weniger. Zusätzlich erlauben viele Samsung-Geräte bei starkem Sonnenlicht eine besonders hohe Spitzenhelligkeit. Sie wird automatisch aktiviert, wenn der Umgebungslichtsensor sehr helles Licht misst.

Diese Spitzenhelligkeit steht meist nur für kurze Zeit und nur mit eingeschalteter automatischer Helligkeit zur Verfügung. Das Display wird dabei warm und verbraucht mehr Strom. Deshalb regelt das Gerät die Helligkeit nach einer Weile wieder herunter.

Fällt dir auf, dass dein Display draußen nicht mehr so hell wird wie früher, kann ein verdeckter oder defekter Lichtsensor die Ursache sein. Auch ein Ersatzdisplay schlechter Qualität erreicht oft nicht die Helligkeit des Originals.

Fingerabdrucksensor unter dem Display

Viele Galaxy-A-Modelle haben einen optischen Fingerabdrucksensor unter dem Display. Er funktioniert nur mit einem OLED-Display, weil er durch die Zwischenräume der Pixel hindurch ein Bild deines Fingers aufnimmt. Das Display leuchtet dabei an dieser Stelle hell auf, um den Finger zu beleuchten.

Genau hier liegt eine Falle bei günstigen Ersatzdisplays. Ein LCD-Nachbau lässt kein Licht durch und hat eine Hintergrundbeleuchtung. Der Fingerabdrucksensor funktioniert damit meist nicht mehr. Auch manche minderwertigen OLED-Nachbauten sind zu dick oder lassen zu wenig Licht durch.

Nach einem Displaytausch sollte der Fingerabdruck außerdem neu eingerichtet werden. So lernt der Sensor die Eigenschaften des neuen Displays kennen und erkennt den Finger zuverlässiger.

Flimmern bei niedriger Helligkeit

Viele OLED-Displays regeln die Helligkeit, indem sie die Pixel sehr schnell ein- und ausschalten. Dieses Verfahren heißt Pulsweitenmodulation. Bei niedriger Helligkeit sind die Pausen länger. Die meisten Menschen bemerken das nicht. Einige reagieren aber mit Augenbelastung oder Kopfschmerzen.

Wer empfindlich ist, kann die Helligkeit etwas höher lassen und stattdessen Funktionen wie den Augenkomfortschutz oder einen dunklen Modus nutzen. Neuere Samsung-Geräte setzen außerdem auf höhere Frequenzen, die weniger wahrnehmbar sind.

Warum schon Druck schaden kann

Super-AMOLED-Displays sind dünn und mit dem Glas fest verbunden. Ein starker Druck auf eine Stelle, etwa durch einen Schlüssel in der Tasche oder durch Sitzen auf dem Smartphone, kann das Panel beschädigen, ohne dass das Glas bricht. Danach zeigen sich oft schwarze oder farbige Flecken, die sich langsam ausbreiten.

Trage dein Smartphone deshalb nicht in der Gesäßtasche und nicht zusammen mit harten Gegenständen. Eine Hülle mit festem Rahmen verteilt Druck besser und schützt das Display zusätzlich.

Wie Super-AMOLED-Displays altern

Die organischen Materialien in den Pixeln verlieren mit der Zeit an Leuchtkraft. Blaue Teilpixel altern dabei am schnellsten. Leuchten bestimmte Bereiche über lange Zeit stärker als andere, altern sie auch schneller. So entstehen sichtbare Schatten, etwa von der Navigationsleiste oder der Tastatur.

Automatische Helligkeit

Verhindert unnötig hohe Helligkeit über lange Zeit.

Ausgeblendete Navigationsleiste

Gesten statt fester Tasten verringern statische Elemente.

Kurze Bildschirmzeit

Ein kurzer Timeout für das Display schont die Pixel.

Wechselnde Hintergründe

Ein wechselndes Hintergrundbild verteilt die Belastung.

Zusammengefasst ist Super AMOLED Samsungs bewährte OLED-Technik mit integriertem Touch-Sensor. Sie bietet tiefes Schwarz, kräftige Farben und gute Ablesbarkeit im Freien. Beim Displaytausch ist entscheidend, wieder ein echtes OLED einzusetzen, damit Bildqualität, Akkulaufzeit und Fingerabdrucksensor erhalten bleiben.

Bei einem beschädigten Display beraten wir dich gern, welches Ersatzteil zu deinem Gerät passt.

Häufige Fragen

Ist Super AMOLED besser als AMOLED?

Ja, etwas. Das Bild ist durch den integrierten Touch klarer und in der Sonne besser lesbar. Die Grundtechnik ist dieselbe.

Ist Super AMOLED besser als LCD?

Bei Kontrast, Schwarzwert und Akkuverbrauch im Dunkelmodus ja. LCDs sind dafür günstiger und brennen nicht ein.

Was ist der Unterschied zu Dynamic AMOLED?

Dynamic AMOLED baut auf Super AMOLED auf und unterstützt zusätzlich HDR10+ und je nach Version bis zu 120 Hz.

Kann ein Super AMOLED Display einbrennen?

Ja, wie jedes OLED. Dunkelmodus, automatische Helligkeit und eine kurze Bildschirmsperre beugen vor.

Funktioniert der Fingerabdrucksensor nach dem Tausch?

Mit einem Original- oder OEM-Display in der Regel ja. Leg deinen Fingerabdruck danach einmal neu an.

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