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Glossar

Nano-SIM

Die Nano-SIM ist das kleinste SIM-Kartenformat und Standard in fast allen aktuellen Smartphones. Sie misst nur 12,3 mal 8,8 Millimeter.
Kurz erklärt

Die Nano-SIM ist die kleinste SIM-Karte und heute der Standard in fast allen Smartphones. Sie misst nur 12,3 mal 8,8 Millimeter und ist kaum dicker als ein Blatt Papier. Apple führte sie 2012 mit dem iPhone 5 ein, danach folgten die anderen Hersteller. Auf der Karte sitzt ein kleiner Chip, der deine Mobilfunknummer und die Zugangsdaten zum Netz speichert. Immer mehr Geräte nutzen zusätzlich oder stattdessen eine eSIM.

Maße12,3 × 8,8 mm
Eingeführt2012
Steckt inDem SIM-Schacht
AlternativeeSIM

SIM-Größen im Vergleich

FormatMaßeHeute
Mini-SIM25 × 15 mmÄltere Handys, manche Router
Micro-SIM15 × 12 mmÄltere Smartphones
Nano-SIM12,3 × 8,8 mmStandard
eSIMFest verbautWachsend

Viele Anbieter verschicken heute Dreifach-Karten, aus denen sich alle drei Größen herausbrechen lassen. Adapter erlauben es, eine Nano-SIM in einem älteren Gerät mit größerem Schacht zu nutzen. Vorsicht beim Herausnehmen: Adapter können sich im Gerät verhaken.

Wenn die SIM nicht erkannt wird

Die Meldung „Keine SIM“ oder „Ungültige SIM“ hat viele mögliche Ursachen. Manchmal ist die Karte selbst beschädigt, verschmutzt oder zu alt. Manchmal liegt es am Kartenschacht, dessen feine Federkontakte im Gerät verbogen sind. Auch eine Netzsperre oder eine deaktivierte Karte führen zu Fehlermeldungen.

  1. Neustart. Behebt kurzfristige Erkennungsfehler.
  2. Karte herausnehmen. Kontakte mit einem trockenen, fusselfreien Tuch reinigen.
  3. Andere SIM testen. So siehst du, ob Karte oder Gerät das Problem ist.
  4. SIM in anderem Gerät testen. Funktioniert sie dort, liegt es am Handy.
  5. Anbieter fragen. Ist die Karte aktiv und nicht gesperrt?

Wenn das Gerät schuld ist

Verbogene Kontakte

Durch falsch eingesetzte Karte oder Adapter.

Korrosion

Nach Wasserschaden auf Kontakten oder Leser.

Leser abgelöst

Nach Sturz lösen sich Lötstellen am SIM-Leser.

Schlitten verzogen

Karte liegt nicht richtig an.

Erkennt das Handy keine einzige SIM-Karte mehr, ist meist der SIM-Leser im Gerät betroffen. Bei vielen Modellen ist er auf die Hauptplatine gelötet oder sitzt auf einem Flexkabel. Ein verbogener Kontakt lässt sich manchmal vorsichtig richten, ansonsten wird der Leser getauscht. Eine eSIM funktioniert in solchen Fällen meist weiter.

Kein Papier im Schacht

Klebe die SIM nicht mit Papier oder Klebeband fest, um sie besser anliegen zu lassen. Das kann Kontakte verbiegen und den Schacht blockieren.

SIM-Karte richtig einlegen

  1. Gerät ausschalten. So vermeidest du Fehler beim Erkennen.
  2. Schlitten öffnen. Mit dem SIM-Werkzeug oder einer aufgebogenen Büroklammer gerade in das kleine Loch drücken.
  3. Karte einlegen. Die abgeschrägte Ecke zeigt, wie herum die Karte liegt.
  4. Schlitten einschieben. Gerade und ohne Kraft, bis er bündig sitzt.

Wird der Schlitten schräg oder mit Gewalt eingeschoben, können die Federkontakte im Gerät verbiegen. Auch ein Schlitten von einem anderen Modell passt oft nicht exakt und kann hängen bleiben. Bei Geräten mit Wasserschutz sitzt am Schlitten eine kleine Dichtung, die nicht beschädigt werden sollte.

Von der Kreditkarte zur Nano-SIM

Die erste SIM-Karte hatte das Format einer Kreditkarte. Sie wurde Anfang der 1990er-Jahre mit dem GSM-Netz eingeführt und steckte in den damals noch großen Autotelefonen und Mobiltelefonen. Mit kleineren Handys kam die Mini-SIM, die viele heute noch als klassische SIM-Karte kennen.

Mit jedem Schritt wurde nur der Kunststoff um den Chip kleiner. Der eigentliche Chip mit den goldfarbenen Kontakten blieb fast gleich groß. Deshalb lassen sich Karten so einfach aus einem größeren Rahmen herausbrechen. Die Nano-SIM besteht fast nur noch aus dem Chip und einem schmalen Rand.

Die Verkleinerung hatte einen klaren Grund: Platz. Jeder Millimeter im Smartphone wird für Akku, Kameras und Antennen gebraucht. Die eSIM ist der logische nächste Schritt, weil sie gar keinen Schacht mehr braucht.

Zwischen Mini-SIM und Nano-SIM lag die Micro-SIM, die vor allem durch das iPhone 4 und das erste iPad bekannt wurde. Heute nutzt kaum noch ein Smartphone dieses Format.

Was auf dem SIM-Chip gespeichert ist

Der Chip der SIM-Karte ist ein kleiner Computer mit eigenem Speicher und Prozessor. Er speichert vor allem die Kennung deines Vertrags, die IMSI, und einen geheimen Schlüssel. Mit diesem Schlüssel weist sich dein Smartphone beim Netzbetreiber aus. Der Schlüssel lässt sich nicht auslesen, was SIM-Karten vor Kopien schützt.

IMSI

Die eindeutige Kennung deines Mobilfunkvertrags.

Schlüssel

Ein geheimer Code für die sichere Anmeldung im Netz.

Kontakte und SMS

Ältere Handys speicherten hier Kontakte. Heute liegen sie meist im Gerät oder in der Cloud.

PIN und PUK

Schützen die Karte vor Missbrauch bei Verlust oder Diebstahl.

Deine Telefonnummer selbst steht übrigens nicht direkt auf der Karte. Sie ist beim Netzbetreiber mit der IMSI verknüpft. Deshalb kann eine Nummer auch auf eine neue Karte übertragen werden.

Der Chip auf der Karte unterstützt auch kleine Programme des Netzbetreibers. Darüber lassen sich etwa Menüs für Prepaid-Guthaben oder besondere Dienste anbieten. Moderne Smartphones zeigen diese Programme oft in einer eigenen App namens SIM-Toolkit oder SIM-Programme an.

PIN, PUK und gesperrte Karten

Jede SIM-Karte ist mit einer PIN geschützt. Gibst du sie dreimal falsch ein, wird die Karte gesperrt. Zum Entsperren brauchst du den PUK, eine achtstellige Nummer. Sie steht auf dem Kartenträger, den du mit der SIM bekommen hast, oder in deinem Kundenkonto beim Anbieter.

Gibst du auch den PUK zehnmal falsch ein, ist die Karte endgültig gesperrt. Dann hilft nur eine Ersatzkarte vom Anbieter. Bewahre den Kartenträger mit dem PUK deshalb sicher auf, aber nicht zusammen mit dem Smartphone.

  1. PIN aktivieren. Lass die SIM-PIN eingeschaltet, damit niemand deine Karte in einem anderen Gerät nutzen kann.
  2. PIN ändern. Ändere die Standard-PIN in eine eigene Zahl, die du dir merken kannst.
  3. PUK aufbewahren. Notiere den PUK an einem sicheren Ort, etwa bei deinen Unterlagen.

Wenn eine SIM-Karte altert

SIM-Karten halten viele Jahre, sind aber nicht unverwüstlich. Die Kontakte können oxidieren oder verkratzen, und manche ältere Karten unterstützen neue Netztechniken nicht vollständig. Wenn du eine sehr alte Karte nutzt, kann es sein, dass Funktionen wie 5G oder VoLTE nicht richtig funktionieren.

Netzbetreiber tauschen alte Karten meist unkompliziert aus. Frag bei deinem Anbieter nach, wenn deine Karte schon viele Jahre alt ist und du Probleme mit Empfang oder neuen Funktionen hast. Oft ist die neue Karte sogar direkt als eSIM erhältlich.

Auch eine Karte, die lange ungenutzt in der Schublade lag, kann deaktiviert worden sein. Viele Anbieter schalten Prepaid-Karten ohne Aufladung nach einer gewissen Zeit ab.

Prepaid-Karten und Ausweispflicht

In Deutschland müssen Prepaid-SIM-Karten seit 2017 vor der Aktivierung mit einem Ausweis registriert werden. Das geschieht meist per Video-Identifikation, in einer Filiale oder per Online-Ausweisfunktion. Ohne diese Prüfung lässt sich die Karte nicht nutzen.

Kaufst du im Ausland eine lokale SIM-Karte, gelten die dortigen Regeln. In vielen Ländern musst du ebenfalls einen Ausweis vorlegen. Für kurze Reisen ist eine Reise-eSIM oft einfacher, weil du sie vorab online kaufen und direkt nach der Landung aktivieren kannst.

Mehrere Karten für eine Nummer

Viele Anbieter bieten MultiSIM an. Dabei bekommst du zusätzliche Karten mit derselben Rufnummer, etwa für ein Tablet, eine Smartwatch oder ein zweites Smartphone. Alle Geräte teilen sich das Datenvolumen deines Vertrags.

Bei Anrufen klingelt je nach Einstellung nur ein Gerät oder alle gleichzeitig. Für Smartwatches mit Mobilfunk wird meist eine eSIM mit derselben Nummer eingerichtet. So kannst du mit der Uhr telefonieren, auch wenn das Smartphone zu Hause liegt.

Von der Nano-SIM zur eSIM wechseln

Viele Anbieter bieten an, eine bestehende Nano-SIM in eine eSIM umzuwandeln. Beim iPhone und bei vielen Android-Geräten geht das teilweise direkt in den Einstellungen. Bei anderen Anbietern bestellst du ein eSIM-Profil im Kundenkonto und erhältst einen QR-Code.

Der Vorteil: Die eSIM kann nicht verloren gehen, nicht verschmutzen und nicht durch einen defekten Kartenleser ausfallen. Für Reisen bleibt die Nano-SIM aber praktisch, weil du sie schnell in ein anderes Gerät stecken kannst. Viele Smartphones unterstützen beides gleichzeitig.

Plane den Wechsel nicht kurz vor einer Reise. Sollte bei der Aktivierung etwas schiefgehen, brauchst du Zeit, um den Anbieter zu kontaktieren.

Zusammengefasst ist die Nano-SIM klein, robust und weiterhin weit verbreitet. Sie trägt die Zugangsdaten zu deinem Mobilfunknetz und ist mit PIN und PUK geschützt. Wird sie nicht erkannt, hilft ein Test mit einer anderen Karte, und ein defekter Kartenleser lässt sich in den meisten Fällen reparieren.

Bewahre beim Wechsel auf eine eSIM die alte Karte nicht ewig auf. Sie ist nach der Umwandlung meist ohnehin deaktiviert.

Häufige Fragen

Passt eine Nano-SIM in jedes Smartphone?

In fast alle aktuellen Geräte, ältere brauchen Micro- oder Mini-SIM.

Kann ich eine Micro-SIM zuschneiden?

Möglich, aber riskant. Besser eine neue Karte beim Anbieter anfordern.

Warum erkennt mein Handy die SIM nicht?

Karte, Kontakte im Gerät oder eine Sperre beim Anbieter.

Was ist besser, Nano-SIM oder eSIM?

Beides funktioniert gleich gut. Die eSIM spart den Kartentausch.

Kann man den SIM-Leser reparieren?

Ja, er lässt sich bei den meisten Geräten tauschen.

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