Beim iPhone sitzt hinter der Rückseite ein Ring aus Magneten rund um die Ladespule. MagSafe-Ladegeräte und Zubehör schnappen damit an der richtigen Stelle fest. So liegen die Spulen immer exakt übereinander, und das kabellose Laden wird schneller und effizienter.
MagSafe beim iPhone
Apple führte MagSafe 2020 mit dem iPhone 12 ein. Neben der Ladespule sitzen ein Magnetring, ein Magnetometer und ein kleiner NFC-Chip. Damit erkennt das iPhone, welches Zubehör angedockt ist, zum Beispiel eine Hülle in einer bestimmten Farbe.
| iPhone | Max. Ladeleistung über MagSafe |
|---|---|
| iPhone 12 bis iPhone 15 | Bis 15 Watt mit Apple MagSafe-Ladegerät |
| iPhone 16 und neuer | Bis 25 Watt mit neuem MagSafe-Ladegerät und passendem Netzteil |
| iPhone 12 mini und 13 mini | Bis 12 Watt |
Die genauen Werte hängen von Ladegerät und Netzteil ab. Mit einfachen Qi-Ladegeräten lädt das iPhone langsamer.
MagSafe beim MacBook
Beim MacBook ist MagSafe ein magnetischer Ladestecker. Stolpert jemand über das Kabel, löst sich der Stecker, und das MacBook fällt nicht vom Tisch. Apple nutzte MagSafe bis 2016, ließ es dann zugunsten von USB-C weg und brachte es 2021 als MagSafe 3 zurück. Aktuelle MacBooks können sowohl über MagSafe als auch über USB-C geladen werden.
Zubehör und Alltag
Halterungen
Im Auto oder am Schreibtisch hält das iPhone magnetisch.
Akku-Packs
Magnetische Powerbanks laden unterwegs ohne Kabel.
Hüllen
Für MagSafe brauchst du eine Hülle mit Magnetring, sonst hält das Zubehör schlechter.
Karten
Wallets mit MagSafe sind abgeschirmt. Lose Karten mit Magnetstreifen solltest du nicht direkt auf den Ring legen.
MagSafe nach einem Schaden
Die MagSafe-Spule sitzt beim iPhone direkt hinter dem Rückglas. Nach einem Sturz auf die Rückseite können Spule oder ihr Flexkabel beschädigt sein. Dann lädt das iPhone noch per Kabel, aber nicht mehr kabellos, oder Zubehör wird nicht mehr erkannt.
Tipp
Funktioniert MagSafe nach einem Rückglastausch nicht mehr, sollte geprüft werden, ob die Spule richtig angeschlossen und unbeschädigt ist.
Was in MagSafe steckt
MagSafe beim iPhone besteht aus mehreren Teilen. Auf der Rückseite des Geräts sitzt hinter dem Glas ein Ring aus Magneten. Er sorgt dafür, dass Ladegeräte und Zubehör immer an der richtigen Stelle haften. In der Mitte liegt die Ladespule für kabelloses Laden. Ein Magnetometer erkennt, wenn Zubehör angesetzt wird.
Zusätzlich gibt es einen kleinen NFC-Chip im Zubehör. Darüber erkennt das iPhone, welches Zubehör angeschlossen wurde, etwa eine bestimmte Hülle mit ihrer Farbe oder ein Kartenetui. Bei Hüllen zeigt das iPhone dann eine passende Animation auf dem Display. Beim Kartenetui merkt sich das iPhone den letzten Ort, an dem es abgenommen wurde.
| Bauteil | Aufgabe |
|---|---|
| Magnetring | Hält Zubehör und richtet das Ladegerät aus |
| Ladespule | Überträgt Energie beim kabellosen Laden |
| Magnetometer | Erkennt angesetztes Zubehör |
| NFC im Zubehör | Identifiziert Hülle, Wallet oder Ladegerät |
Der Magnetring ist so stark, dass ein iPhone sicher an einer Halterung hängt, aber schwach genug, um es mit einer Hand abzunehmen. Die Magnete sind im Kreis mit wechselnder Ausrichtung angeordnet, damit Zubehör immer in derselben Position einrastet.
Die Geschichte von MagSafe
Der Name MagSafe tauchte zuerst 2006 bei den MacBooks auf. Der magnetische Ladestecker sollte verhindern, dass ein Laptop vom Tisch fällt, wenn jemand über das Kabel stolpert. Der Stecker löste sich einfach. 2012 folgte MagSafe 2 mit flacherem Stecker. Ab 2016 ersetzte Apple MagSafe bei MacBooks durch USB-C.
2020 brachte Apple den Namen zurück, diesmal für das iPhone 12. Seit 2021 gibt es mit MagSafe 3 auch wieder einen magnetischen Ladeanschluss für MacBooks. Beide Systeme tragen den gleichen Namen, haben aber technisch nichts miteinander zu tun. Das eine ist ein kabelloses Ladesystem, das andere ein magnetischer Stecker.
| Jahr | Gerät | System |
|---|---|---|
| 2006 | MacBook | MagSafe (Stecker) |
| 2012 | MacBook | MagSafe 2 (Stecker) |
| 2020 | iPhone 12 | MagSafe (kabellos) |
| 2021 | MacBook Pro | MagSafe 3 (Stecker) |
Ladeleistung im Vergleich
MagSafe lädt das iPhone schneller als einfache kabellose Ladegeräte. Bei den ersten Modellen waren bis zu 15 Watt möglich. Mit dem iPhone 16 und einem neueren MagSafe-Ladegerät stieg die Leistung auf bis zu 25 Watt, sofern ein ausreichend starkes Netzteil angeschlossen ist. Normale Qi-Ladegeräte ohne Magnete liefern am iPhone dagegen meist deutlich weniger.
Die Ladeleistung ist aber nicht über den ganzen Ladevorgang gleich. Wie beim Laden per Kabel wird sie gedrosselt, wenn der Akku voller wird oder das Gerät warm wird. Kabelloses Laden erzeugt grundsätzlich mehr Wärme als Laden per Kabel, weil bei der Übertragung über die Spulen Energie verloren geht.
Tipp
Wenn dein iPhone beim kabellosen Laden sehr warm wird, nimm eine dicke Hülle ab und lade an einem kühlen Ort. Hitze ist schlecht für den Akku.
Für die volle Leistung braucht das MagSafe-Ladegerät ein passendes USB-C-Netzteil. Ist das Netzteil zu schwach, lädt das iPhone zwar, aber nur mit geringerer Leistung. Auch ältere MagSafe-Ladegeräte erreichen an neuen iPhones nicht die höchste Ladeleistung.
MagSafe und Qi2
Apple hat das magnetische Prinzip von MagSafe in den offenen Standard Qi2 eingebracht. Qi2 wird vom Wireless Power Consortium verwaltet, das auch den bisherigen Qi-Standard betreut. Ladegeräte mit Qi2 haben einen Magnetring wie MagSafe und laden kompatible iPhones und Android-Geräte mit höherer Leistung als einfaches Qi.
Für dich bedeutet das: Du kannst auch Ladegeräte anderer Hersteller verwenden, wenn sie nach Qi2 zertifiziert sind. Sie halten magnetisch und laden schneller als alte Qi-Ladegeräte. Immer mehr Android-Geräte unterstützen Qi2 ebenfalls, teils nur mit einer Hülle, die den Magnetring nachrüstet.
Beim Kauf erkennst du zertifizierte Geräte am Qi2-Logo. Billige Ladegeräte mit Magnet, aber ohne Zertifizierung, halten zwar am iPhone, laden aber oft nur mit geringer Leistung.
MagSafe-Zubehör
Akkupacks
Laden das iPhone unterwegs kabellos.
Kartenetuis
Halten Karten an der Rückseite.
Halterungen
Für Auto, Schreibtisch und Stativ.
Ständer
Laden mehrere Geräte gleichzeitig.
Rund um MagSafe ist ein großes Angebot an Zubehör entstanden. Neben Ladegeräten gibt es Autohalterungen, Akkupacks, Ständer, Kartenetuis und Hüllen. Achte bei Hüllen darauf, dass sie für MagSafe ausgelegt sind. Dicke Hüllen ohne Magnete schwächen die Haftung und können das Laden verlangsamen oder verhindern.
Bei Autohalterungen mit starken Magneten ist Vorsicht geboten, wenn das iPhone auf unebenen Straßen vibriert. Halterungen mit zu schwachen Magneten oder ungünstigem Winkel lassen das Gerät abfallen. Gute Halterungen kombinieren Magnet und mechanischen Halt.
MagSafe und medizinische Geräte
Die Magnete in MagSafe-Zubehör und im iPhone können medizinische Implantate wie Herzschrittmacher oder Defibrillatoren beeinflussen. Apple empfiehlt deshalb, einen Sicherheitsabstand einzuhalten. Für das iPhone selbst nennt Apple mehr als 15 Zentimeter Abstand zum Implantat, beim kabellosen Laden mehr als 30 Zentimeter.
Wenn du ein medizinisches Implantat hast, sprich mit deinem Arzt oder dem Hersteller des Implantats, ob besondere Vorsichtsmaßnahmen nötig sind. Trage das iPhone dann zum Beispiel nicht in einer Brusttasche über dem Implantat.
MagSafe und Rückglastausch
Die MagSafe-Bauteile sitzen beim iPhone direkt unter dem Rückglas. Bricht das Rückglas, ist oft auch die Ladespule oder der Magnetring betroffen. Bei neueren iPhone-Modellen lässt sich das Rückglas einzeln tauschen. Dabei werden Ladespule und Magnete entweder übernommen oder als Teil der neuen Rückseite ersetzt.
Nach dem Tausch wird geprüft, ob kabelloses Laden und die Erkennung von Zubehör funktionieren. Ist die Ladespule beschädigt, lädt das iPhone kabellos nicht mehr oder nur sehr langsam. Das Laden per Kabel ist davon nicht betroffen.
Bei älteren Modellen mit fest verklebtem Rückglas ist der Tausch aufwendiger, weil das Glas mit einem Laser oder viel Wärme entfernt werden muss. Wir prüfen vorab, wie das Rückglas bei deinem Modell verbaut ist.
MagSafe 3 beim MacBook im Alltag
Beim MacBook zeigt eine kleine LED am Stecker den Ladezustand an. Leuchtet sie orange, wird geladen. Grün bedeutet, dass der Akku voll ist. Blinkt sie orange, liegt ein Problem vor, etwa ein Fehler am Netzteil oder eine Verschmutzung am Stecker.
Die Kontakte am Stecker und in der Buchse können verschmutzen, weil die Magnete Metallstaub anziehen. Eine vorsichtige Reinigung mit einem trockenen Wattestäbchen oder einem Stück Klebeband hilft oft. MacBooks mit MagSafe 3 lassen sich übrigens auch über USB-C laden, falls der MagSafe-Anschluss einmal nicht funktioniert.
Zusammengefasst ist MagSafe beim iPhone ein praktisches System aus Magneten, Ladespule und Zubehörerkennung, das kabelloses Laden deutlich komfortabler macht. Mit Qi2 ist das Prinzip inzwischen auch für andere Hersteller verfügbar. Bei Schäden am Rückglas lohnt sich ein Blick darauf, ob die MagSafe-Bauteile mitbetroffen sind.
Häufige Fragen
Kann ich ein MagSafe-iPhone auf einem normalen Qi-Ladegerät laden?
Ja, aber meist langsamer und ohne magnetische Ausrichtung.
Ist MagSafe dasselbe wie Qi2?
Qi2 basiert auf MagSafe. Qi2-Ladegeräte funktionieren mit iPhones ab iPhone 12, die volle MagSafe-Leistung gibt es aber nur mit Apple-zertifizierten MagSafe-Ladegeräten.
Schadet MagSafe meinem Akku?
Nicht mehr als anderes kabelloses Laden. Wichtig ist, dass das iPhone nicht zu warm wird.
Haben alle neuen iPhones MagSafe?
Die meisten Modelle ab iPhone 12. Bei einzelnen günstigeren Modellen hat Apple darauf verzichtet. Ein Blick in die technischen Daten hilft.
Stört MagSafe Herzschrittmacher?
Apple empfiehlt, iPhone und MagSafe-Zubehör mit Abstand zu medizinischen Implantaten zu halten. Die genauen Abstände nennt der Hersteller des Implantats.
Was ist MagSafe Duo?
Ein faltbares Apple-Ladegerät für iPhone und Apple Watch, das inzwischen nicht mehr verkauft wird.